In der Schweiz ist der AstraZeneca-Impfstoff nicht zugelassen. Vier Millionen der bestellten Dosen werden nun an die internationale Hilfsinitiative geliefert.
AstraZeneca
Der Impfstoff von AstraZeneca. - AFP/Archiv

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Schweiz spendet vier Millionen AstraZeneca-Dosen an Covax.
  • Die Initiative soll einen weltweit gleichmässigen Zugang zu Impfstoffen gewährleisten.
  • 1,4 Millionen der Dosen werden für Eigenbedarf zurückbehalten.

In den nächsten Wochen können vier Millionen der von der Schweiz bestellten Dosen des Astrazeneca-Impfstoffes endlich an Covax geliefert werden. Es handelt sich dabei um eine internationale Hilfsinitiative. Der nötige Unterschriftenprozess sei nun abgeschlossen, teilte das Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Donnerstag mit.

Die Schweiz hatte vergangenen Oktober 5,4 Millionen Dosen des Impfstoffs von Astrazeneca bestellt. Bis heute ist der Impfstoff in der Schweiz aber nicht zugelassen.

Der Bundesrat hatte deshalb am 30. Juni entschieden, dass vier Millionen der Dosen an Covax gehen sollen. Eine Initiative, die einen weltweit gleichmässigen und gerechten Zugang zu Impfstoffen gewährleisten will.

1,4 Millionen Dosen für Eigenbedarf vorgesehen

Bis jetzt war der «bürokratische Prozess» noch hängig. Nun aber habe die Schweiz mit allen Parteien des «Donation Commitment» die nötigen Dokumente unterzeichnet. Dies schrieb das BAG auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA. Es bestätigte damit eine Meldung im «Tages-Anzeiger».

Coronavirus Impfung G7
Ein Arbeiter nimmt eine Covax-Lieferung entgegen. - AFP

Damit könnten die vier Millionen Dosen an Covax gespendet werden. Das BAG gehe davon aus, dass die ersten Lieferungen bereits «in den kommenden Wochen» erfolgen könnten.

Die restlichen 1,4 Millionen Dosen seien für den Eigenbedarf vorgesehen. Falls der Impfstoff in der Schweiz zugelassen werde, könnte damit Menschen mit einer Unverträglichkeit eine alternative Schutzmöglichkeit geboten werden.

Mehr zum Thema:

Bundesrat