Verurteilte Botschaftsangestellte in die Schweiz eingereist

    Keystone-SDA
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    Sri Lanka,

    Eine in Sri Lanka verurteilte Schweizer Botschaftsangestellte ist in die Schweiz eingereist. Das Verfahren um die Frau sorgte für diplomatische Spannungen.

    EDA
    Die sri-lankische Angestellte der Schweizer Botschaft in Colombo wurde verhaftet. - Keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Eine verurteilte Botschaftsangestellte aus Sri Lanka ist in die Schweiz eingereist.
    • Die Schweiz wird die Verfahrenskosten der sri-lankischen Staatsbürgerin übernehmen.
    • Der Fall sorgte für diplomatische Spannungen zwischen der Schweiz und Sri Lanka.

    Die in Sri Lanka wegen angeblicher Falschaussagen zu einer möglichen Entführung verurteilte Schweizer Botschaftsangestellte ist in die Schweiz eingereist. Das teilte das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) am Dienstag auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA mit. Details zum Verbleib der Frau in der Schweiz, gab das EDA aus Gründen des Datenschutzes und der Privatsphäre nicht bekannt.

    Verhaftung in Clombo
    Der Frau werden Falschaussagen vorgeworfen. - sda - KEYSTONE/AP/ERANGA JAYAWARDENA

    Die Frau arbeitete als lokale Angestellte der Schweizer Botschaft in Sri Lanka. Dort war sie zu einer Strafe von 5000 Rupien (14 Franken) verurteilt worden und muss Verfahrenskosten von 5000 Franken tragen. Ein EDA-Sprecher erklärte am vergangenen Samstag auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA, dass die Schweiz die Verfahrenskosten übernehmen werde.

    Zum Strafmass wollte sich das EDA nicht äussern. Man habe das Urteil zur Kenntnis genommen. Das EDA werde es im Detail analysieren und entscheiden, ob weitere Schritte eingeleitet werden müssten, hiess es weiter. Das Departement begrüsste das Ende des fast vier Jahre langen Gerichtsverfahrens.

    Fall sorgt für Spannung

    Der Fall warf hohe Wellen und sorgte für diplomatische Spannung zwischen der Schweiz und Sri Lanka. Der sri-lankischen Staatsbürgerin wurde von den Behörden in ihrem Heimatland unter anderem Falschaussage in einem mutmasslichen Entführungsfall vorgeworfen.

    Die Frau hatte zuvor laut Angaben des EDA vom Dezember 2019 erklärt, sie sei am 25. November in der sri-lankischen Hauptstadt Colombo von Unbekannten in ein Auto gezerrt und gegen ihren Willen festgehalten worden. Man hätte dann von ihr verlangt, botschaftsinterne Informationen preis zu geben.

    colombo mitarbeiterin schweizer botschaft
    Schweizer Botschaftsangehörige begleiten die Mitarbeiterin aus dem Gerichtsgebäude in Colombo, Sri Lanka. - keystone

    Laut damaligen Medienberichten war die Frau wegen des Visums an einen sri-lankischen Polizeiinspektor ausgefragt worden. Dieser sei in Ermittlungen im Zusammenhang mit der Familie des damaligen Präsidenten Gotabaya Rajapaksa involviert gewesen. Kurz davor sei dieser in die Schweiz geflohen. Eine offizielle Untersuchung der sri-lankischen Regierung zog die Aussagen der Frau in Zweifel.

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