Stadt Zürich

Uster untersucht finanzielle Unregelmässigkeiten bei Stadtpolizei

Keystone-SDA Regional
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Zürich,

Der Stadtrat Uster untersucht finanzielle Unregelmässigkeiten bei der Polizei. Sicherheitsvorsteherin Beatrice Caviezel (GLP) ist in einem Fall selber involviert. Bereits früher hat die Stadt den Polizeikommandanten entlassen.

Der Ustermer Stadtrat untersucht finanzielle Unregelmässigkeiten bei der Stadtpolizei. An deren Ursprung steht ein Blitzer, der 1,1 Million Franken einbrachte. (Symbolbild)
Der Ustermer Stadtrat untersucht finanzielle Unregelmässigkeiten bei der Stadtpolizei. An deren Ursprung steht ein Blitzer, der 1,1 Million Franken einbrachte. (Symbolbild) - KEYSTONE/ANDREAS BECKER

Dem Kommandanten wurde vorgeworfen, gegen Persönlichkeitsrechte verstossen zu haben. Deswegen lief ab Mai 2025 eine interne Untersuchung. «Wegen seines Verhaltens in der Untersuchung entzog ihm der Stadtrat das Vertrauen», teilte der Stadtrat Uster am Mittwoch mit.

Die finanziellen Unregelmässigkeiten begannen mit einem Rekord-Blitzer: Bei einem Bahnübergang stellte die Stadtpolizei 2025 eine automatische Bahnübergangsüberwachung auf. Diese brachte 1,1 Millionen Franken ein. Hintergrund war die gefährliche Situation bei der Barriere. Laut Medienberichten blitzte die Anlage sobald die Warnblinker der Barriere starteten.

Die grossen Einnahmen führten offenbar zu Begehrlichkeiten. Konkret wurden grosse Investitionen in kleine Rechnungen aufgeteilt und in der Kompetenz des Kommandanten freigegeben. In einem Fall wurden aufgesplittete Rechnungen auch von der Abteilungsvorsteherin Sicherheit visiert.

Insgesamt habe die Sachbereichsrevision 2025 bei Anschaffungen im Wert von rund 500'000 Franken eine Aufteilung und eine teilweise nicht korrekte Verbuchung der Investitionen festgestellt. Die grössten Positionen waren Strassensperren für rund 160'000 Franken, Bekleidungen und Ausrüstungen für 120'000 Franken, ein Polizeifahrzeug für 100'000 Franken, eine App mit Webseite für 60'000 Franken und Drohnen für 30'000 Franken.

Obwohl der Ertrag bei den Bussen gut 770'000 Franken über dem Budget lag, resultierte 2025 ein Defizit von 727'000 Franken im Geschäftsfeld Sicherheit.

Der stadträtliche Ausschuss soll nun die Ereignisse aufarbeiten und Empfehlungen für das weitere Vorgehen vorschlagen. Diesem gehören Stadtpräsidentin Barbara Thalmann (SP), Finanzvorstand Daniel Frei (GLP) und Bauvorstand Richard Sägesser (FDP) an. Die Sicherheitsvorsteherin werde mit dem Ausschuss zusammenarbeiten, heisst es in der Mitteilung.

Auch das Ustermer Parlament reagierte auf die Vorgänge. Die Kommission öffentliche Dienste und Sicherheit (Kös) beschäftigt sich damit. Und die SVP/EDU-Fraktion fordert die Einsetzung einer parlamentarischen Untersuchungskommission (PUK). Laut Mitteilung entscheidet das Parlament voraussichtlich am 31. August über die PUK.

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Kommentare

User #6151 (nicht angemeldet)

Nun gut, wenn man bei einer Dorfpolizei Dienstgrade gar bis zu einem Kommandanten hat, braucht man sich nicht zu wundern.

User #1824 (nicht angemeldet)

Da so zahlen für Volk schwer zugänglich (sogar für Medien auch) muss man davon ausgehen dass dies leider standart bei jeglichen Ämtern sein wird---

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