Unter 14 nicht willkommen: Aarauer Café schliesst Kinder aus

Fabia Söllner
Fabia Söllner

Aarau,

Ein Kinderverbot im Café? Das hat die «90° Café Bar Lounge» in Aarau eingeführt – und erntet kräftig Gegenwind.

aarauer cafe
Ein Aarauer Café schliesst Kinder aus. (Symbolbild) - depositphotos / Screenshot Google Maps

Das Wichtigste in Kürze

  • Ein Café in Aarau hat ein Zutrittsverbot für Kinder unter 14 Jahren eingeführt.
  • Eine «ruhige und gemütliche Atmosphäre» soll so gewahrt werden.
  • Bei Eltern stösst dies auf Unverständnis.

In der Aarauer «90° Café Bar Lounge» sind Kinder unter 14 Jahren unerwünscht. Ein Schild im Fenster macht Besucherinnen und Besucher darauf aufmerksam, wie der «Blick» berichtet.

Die Betreiberin begründet den Entscheid mit wiederholten Störungen, lautem Verhalten und blockierten Gängen durch Kinderwagen.

Mütter äussern ihren Unmut

Bei einigen Müttern kommt diese Massnahme gar nicht gut an. Eine etwa nennt diese gegenüber der Zeitung «frech». Sie betont, dass es ohnehin wenige Angebote für Kinder gebe.

Eine andere Mutter sieht dies ähnlich. Sie fordert, Eltern bei Problemen stärker in die Verantwortung zu nehmen, statt Kinder kollektiv auszuschliessen.

Als «schade» bezeichnet eine weitere Frau das Verbot. Die Mutter sagt dem «Blick»: «Kinder sind die Zukunft und wenn es Probleme gibt, muss man halt mit den Eltern reden.»

Findest du das generelle Kinderverbot sinnvoll?

Kinderfreie Zonen sind kein neues Phänomen: Bereits 2016 sorgte Hotelier Art Furrer mit einem Zutrittsverbot für Kinder unter zwölf Jahren in einem seiner Hotels für Diskussionen.

Auch er betonte damals: Es gehe nicht um Kinderfeindlichkeit, sondern um spezifische Angebote für unterschiedliche Bedürfnisse.

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Kommentare

andrea mordasini

Kein Wunder sind die Geburtenzahlen in der Schweiz rückläufig bei dieser Kinder- und Familienfeindlichkeit! Auch wenn jeder Camping-, Restaurant- oder Hotelbetreiber selber frei entscheiden kann, wer er bei sich haben möchte, ist ein Kinderverbot diskiminierend. Schade, dass einmal mehr sämtliche Kinder und deren Eltern in denselben Topf geworfen und ausgeschlossen werden. Neben einigen ungezogenen Kindern gibt es nämlich sehr viele gut erzogene, wo sich die Eltern gut kümmern. Traurig, dass Kinder per se als Stör- und Lärmfaktoren gelten statt Bereicherung. Wie öde, traurig und trist wäre ein Leben ohne Kinder? Kinder gehören, wie jede andere Menschengruppe, in unsere Gesellschaft, unser Leben und unseren Alltag und nicht in ein Paralleluniversum. Wie sollen sie denn überhaupt das Leben und Verhalten ausserhalb der eigenen vier Wände lernen, wenn ihnen diese Gelegenheiten genommen und sie ausgeschlossen werden? Was, wenn anstelle der Kinder Betagte, Behinderte oder Ausländer im Restaurant, Hotel oder auf dem Campingplatz nicht mehr erwünscht sind? Dann wäre der Aufschrei, übrigens verständlicher- und berechtigterweise, sehr gross. Dies nur als kleiner Denkanstoss. Bei Kindern hingegen ist dies leider was ganz anderes - sehr traurig, aber wahr...:(

_b

kein problem fuer die allgemein poebelnde meute ... solange nur nicht das bargeld gestrichen wird

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