Umsetzung City Management: So ist der Stand
Im Juni wurde die Lancierung eines City Managements angekündigt, die Umsetzung gibt zu reden.

Mit Bea Linder haben die Stadt Winterthur, House of Winterthur und die City-Vereinigung Junge Altstadt die Geschäftsführerin der letztgenannten Organisation zur neuen City Managerin ernannt. Der Co-Präsident der Jungen Altstadt, Lukas Wachter, erklärt im Interview, wie es dazu kam.
Redaktion: Im Juni wurde die Schaffung einer Stelle eines City Managers/einer City Managerin kommuniziert. Wurde die Stelle öffentlich ausgeschrieben?
Lukas Wachter: Im Juni wurde kommuniziert, dass eine City-Management-Funktion in der Winterthurer Altstadt aufgebaut und im Rahmen eines dreijährigen Pilotprojekts operativ bei der Jungen Altstadt angesiedelt wird. Das Präsidium der Jungen Altstadt und Bea Linder haben anschliessend im Rahmen eines Workshops verschiedene Lösungsansätze erarbeitet und diskutiert.
Auf dieser Grundlage wurde entschieden, bestehendes Know-how gezielt mit ergänzenden Fähigkeiten zu verbinden. Das Projektteam begrüsst diese Variante, denn sie schafft Synergien und das bereits aufgebaute Know-how wie auch das schon bestehende Beziehungsnetz werden optimal genutzt.

Redaktion: Linder übernimmt nun den Posten zu 20 Prozent statt ursprünglich vorgesehenen 50 Prozent, eine spontane Sparübung bzw. was ist der Grund dafür?
Wachter: Es handelt sich nicht um eine Sparübung, sondern um eine bewusste Aufteilung der Ressourcen. Als Geschäftsführerin der Jungen Altstadt übernimmt Bea Linder ein Pensum von 20 Prozent. Dank ihrer fünfjährigen Tätigkeit ist sie thematisch und personell hervorragend vernetzt und mit den relevanten Strukturen und Akteuren bestens vertraut.
Unterstützt wird sie durch eine Projektassistenz mit einem Pensum von rund 30 Prozent. Die entsprechende Stelle wird voraussichtlich im Oktober 2026 ausgeschrieben. Zusammen ergibt dies die vorgesehene Kapazität von 50 Prozent.
Redaktion: Wäre der Einbezug einer geeigneten, externen Person nicht eine Chance gewesen, neuen Wind in die Sache (primär Bewirtschaftung leerstehender Altstadt-Ladenflächen) zu bringen?
Wachter: Entscheidend ist für uns nicht, ob eine Person von innen oder aussen kommt, sondern welchen Beitrag sie leisten und was sie bewirken kann. Mit Bea Linder sind die notwendigen fachlichen und persönlichen Voraussetzungen sowie die relevanten Netzwerke bereits vorhanden. Dadurch können wir rasch starten und vorhandene Kompetenzen gezielt bündeln.
Das Pilotprojekt ist gleichzeitig bewusst darauf ausgerichtet, neue Ansätze und Impulse zu entwickeln, insbesondere im Bereich des Flächen- und Leerstandsmanagements in der Altstadt.
Hinweis
Dieser Artikel ist zuerst in den «Winterthurer Zeitung» erschienen.








