Über 600 Personen demonstrieren in Luzern für syrische Kurden
600 bis 700 Personen haben am Dienstagabend in Luzern gegen das Vorrücken syrischer Regierungstruppen in kurdische Gebiete demonstriert. An der nicht bewilligten Kundgebung wurden Knallkörper gezündet. Die Polizei kontrollierte 50 Personen.

Wie die Luzerner Polizei am Mittwoch mitteilte, versammelten sich beim Torbogen vor dem Bahnhof in Luzern um 18 Uhr mehrere hundert Personen. Die Kundgebung zog danach über die Seebrücke und dann durch die Altstadt. Sie löste sich nach rund 90 Minuten auf der Bahnhofstrasse auf.
Der Polizei lagen am Mittwoch weder Meldungen über verletzte Personen noch über Sachbeschädigungen vor. An der Kundgebung seien aber Knallpetarden abgefeuert worden, teilte die Polizei mit. Zudem sei der Strassenverkehr behindert und das Lichtfestival Lilu gestört worden.
Die Polizei war nach eigenen Angaben an der Kundgebung präsent. Sie habe rund 50 Personen kontrolliert, teilte sie mit.
Ähnliche Kundgebungen gab es am Dienstagabend auch in Bern, Winterthur und Basel. In Bern setzte die Polizei kurzfristig Reizgas und Gummischrot ein. In Winterthur stoppte die Polizei den Umzug. In Basel wurde ein Trampassagier verletzt, als die Kundgebung die Gleise blockierten.
Anlass der Demonstrationen ist die Lage in Syrien: Dort rücken seit einigen Tagen Regierungstruppen und Verbündete immer weiter in die Kurdengebiete im Norden und Osten des Landes vor. Hintergrund ist ein Streit zur Eingliederung der bisher autonom verwalteten Kurdengebiete in die staatliche Ordnung.






