Trotz Widerstand: Musks Antennenteile sollen schon in Leuk VS sein
In Leuk VS sollen erste Radome der Starlink-Bodenstation von 40 geplanten Antennen gesichtet worden sein. Das Projekt sorgt für Diskussionen.

Das Wichtigste in Kürze
- Starlink plant Antennen in Leuk – nun sollen erste Installationen gesichtet worden sein.
- Das Projekt erhält auch Gegenwind: Eine Petition zählt etwa über 10'000 Unterschriften.
- Auch Politiker warnen: Risiken seien etwa Strahlung oder Sabotage im Kriegsfall.
Im Wallis soll die geplante Satellitenbodenstation bereits Fuss gefasst haben. Dahinter steckt Starlink – ein Satelliten-Internetdienst des US-Konzerns SpaceX, der dem Unternehmer Elon Musk gehört.
Geplant sind 40 Bodenantennen. Nun liegen dem «Walliser Boten» und «Le Nouvelliste» Fotos vor, auf denen mehrere sogenannte Radome zu sehen sind.
Ein Radom ist eine wetterfeste Schutzhülle, die elektronische Bauteile einer Antenne vor äusseren Einflüssen schützt. So bleiben die Funkwellen ungestört.
Mindestens 13 dieser Radome sollen auf dem Gelände von Signalhorn gesichtet worden sein. Ob die Radome bereits mit Antennen ausgerüstet sind, sei unklar.
Verein kämpft gegen das Projekt
Das Bauprojekt erhält seit längerem einiges an Gegenwind. Der Verein «Schutz vor Satellitenstrahlung Region Leuk» reichte bereits im Juni 2025 Einsprache ein.
Ein Entscheid lässt noch auf sich warten. Doch der Verein würde im Fall der Fälle bis vor das Bundesgericht, wie der «Walliser Bote» schreibt.
Parallel dazu wurde eine Onlinepetition lanciert. Sie trägt den Titel «Keine Starlink Antennen in Leuk!» und wurde mittlerweile von über 10'000 Personen unterzeichnet.
Am 21. Mai soll die Petition in Bern an Bundesrat Martin Pfister übergeben werden.
Politiker erheben Bedenken
Auch im Parlament sorgt das Projekt für rote Köpfe. Grünen-Nationalrat Christophe Clivaz reichte mehrere parlamentarische Vorstösse ein. Er habe Bedenken, etwa zu Energieverbrauch und digitaler Souveränität.
Genau Letzteres sieht der Bundesrat durch zusätzliche Satelliteninfrastruktur gestärkt. Man erweitere und diversifiziere das Kommunikationsnetz. Eine Ablehnung aus geopolitischen Gründen sei rechtlich nicht möglich.
Doch damit lässt sich Clivaz nicht besänftigen. Er befürchtet gesundheitliche Risiken, besonders für Bewohner.
Die Antennen sollen in einem Frequenzband von 25 bis 30 Gigahertz senden. Dieser Bereich gilt aus gesundheitlicher Sicht als wenig erforscht, wie die Zeitung weiter schreibt.
Auch SP-Nationalrätin Jacqueline Badran will ein Wörtchen mitreden. Ihre Motion soll eine Verlängerung der Sendebewilligung verhindern. Sie warnt: «Die Antennen eines so mächtigen Akteurs wie Starlink könnten in einem hybriden Krieg Ziel von Sabotageakten werden.»













