Tiefer Pegel: Rhein-Schiffe können nur wenig transportieren
Der Wasserpegel des Rheins ist auf Rekord-Tiefe. Frachtschiffe können darum nicht vollbeladen fahren – die Transportkosten steigen.

Das Wichtigste in Kürze
- Im Rhein wurden in den letzten Tagen Tiefststände des Wasserpegels gemessen.
- Frachtschiffe können darum teilweise nur noch bis zu 30 Prozent beladen werden.
- Dies hat einen direkten Einfluss auf die Transportkosten der Güter.
Der Rhein ist einer der meistbefahrenen Binnenwasserstrassen der Welt. Er verbindet die Schweiz mit dem Meer und ist somit ein wichtiger Transportweg für verschiedene Güter.
Mineralölprodukte wie zum Beispiel Diesel und Benzin, aber auch Baustoffe oder Containerware werden über den Wasserweg transportiert.
Durch das aktuelle Niedrigwasser wird die Schifffahrt jedoch «sehr teuer», erklärt Florian Röthlingshöfer, Direktor der Schweizerischen Rheinhäfen, gegenüber SRF.

So können die Preise für Transporte um das Zwei- bis Dreifache ansteigen.
Denn zum einen werden für dieselbe Menge Fracht mehr Schiffe benötigt. Zum anderen bleiben die Fixkosten für die Reedereien pro Schiff gleich hoch.
«Kritischer Bereich»
Wegen des aktuell tiefen Wasserstands im Rhein können die Frachter nur noch mit 30 bis 40 Prozent ihrer ursprünglichen Ladung fahren.
Ansonsten wären die Schiffe zu schwer und lägen zu tief im Wasser. Ihr Kiel könnte dann das teils felsige Flussbett touchieren.
«Wir befinden uns definitiv in einem kritischen Bereich. Der Pegel im Deutschen Mittelrhein hat Tiefststände erreicht», so Röthlingshöfer zum Sender.
Gestern lag der Pegel des Rheins in Kaub gemäss RiverApp zeitweise bei 40 Zentimetern. Laut Röthlingshöfer wird die Güterschifffahrt normalerweise bei einem Wasserpegel unter 40 Zentimetern eingestellt.
Dies war der Fall im August 2018, als der historische Tiefstand von 32 Zentimetern gemessen wurde.








