Swisscom und Salt schliessen eine Partnerschaft beim Glasfasernetz. Die Swisscom bleibt aber Eigentümerin. Salt kann damit die Abdeckung ausweiten.
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Das Logo von Salt. - Keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Swisscom und Salt spannen beim Glasfasernetz zusammen.
  • Damit kann Salt seine Abdeckung ausweiten.

Nach der gescheiterten Glasfaserkooperation mit Sunrise spannt Salt mit dem Branchenprimus zusammen: Die Swisscom und Salt schiessen eine Glasfaserpartnerschaft ab, wie sie am Donnerstag in einem Communiqué bekannt gaben.

Dabei investiere Salt in ein langfristiges Nutzungsrecht an Glasfaseranschlüssen der Swisscom. Sie beteiligt sich so an den hohen Netzinvestitionen und den dazugehörigen Geschäftsrisiken. Die Swisscom trage allerdings weiterhin die Gesamtverantwortung für die Netzplanung, den Netzausbau sowie den Unterhalt. Zudem bleibt sie Eigentümerin der Infrastruktur, hiess es weiter.

Salt: Ausweitung der Abdeckung im Festnetz möglich

Über die Höhe der Investitionen von Salt sei Stillschweigen vereinbart worden, sagte eine Swisscom-Sprecherin auf Anfrage. Die finanziellen Auswirkungen für die Swisscom seien positiv beim Umsatz und Betriebsgewinn vor Abschreibungen und Amortisationen (EBITDA) für die Jahre 2021 bis 2025 sowie beim Free Cashflow über die Laufzeit der Partnerschaft. Der Effekt im laufenden Jahr 2021 sei in den neuen Finanzzielen berücksichtigt.

Mit der Partnerschaft könne Salt die Abdeckung im Festnetz deutlich ausweiten, schrieb der drittgrösste Mobilfunkanbieter seinerseits in einem Communiqué: Bis 2025 werde die Glasfaserabdeckung von Salt bis in die Wohnungen, einschliesslich der aktuellen Vereinbarungen mit Energieversorgern in der gesamten Schweiz, voraussichtlich rund 3 Millionen Haushalte umfassen.

Swisscom offen für weitere Zusammenarbeiten

Die Partnerschaft sei nicht exklusiv, schrieb die Swisscom. «Swisscom und Salt steht es jederzeit frei, mit anderen Partnern zusammenzuarbeiten», hiess es. Die Swisscom bietet jedem Mitbewerber zudem einen diskriminierungsfreien Netzzugang.

Damit hätten auch Anbieter ohne eigenes Netz Zugang zur maximal verfügbaren Bandbreite. Die Swisscom bleibe offen für weitere Zusammenarbeitsprojekte. Sei es in Form einer Glasfaser-Partnerschaften wie mit Salt, von Glasfaser-Kooperationen auf lokaler Ebene oder weiteren Netzzugangsformen (Wholesale).

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