Die Swiss Re rechnet mit einem starken Wachstum in der Versicherungsindustrie. Insbesondere in der Nichtleben-Versicherung sei die Nachfrage gross.
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Die Swiss Re rechnet mit einem starken Wachstum in der Versicherungsindustrie. - Keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Swiss Re rechnet mit einem starken Wachstum in der Versicherungsindustrie.
  • Die Prämieneinnahmen dürften Werte von 2019 übersteigen
  • Die Rückversicherer und Versicherer müssen an der Preisschraube drehen.

Die Swiss Re rechnet für die Versicherungsindustrie weltweit mit einem starken Wachstum. Insbesondere in der Nichtleben-Versicherung sei die Nachfrage nach Schutz etwa vor Klimarisiken gross. Dies erklärte der Rückversicherer am Donnerstag im Vorfeld des virtuellen Branchentreffens «Rendez-Vous de Septembre».

«Es ist klar, dass die Häufigkeit und Schwere der Schäden zunimmt, wie die jüngsten Naturkatastrophen oder Cybervorfälle zeigen.» So der Chef der Rückversicherungssparte von Swiss Re, Moses Ojeisekhoba. In diesem Umfeld nehme das Risikobewusstsein bei den Kunden und der Bedarf nach Schutz zu.

Prämieneinnahmen dürften Werte von 2019 übersteigen

Die weltweiten Prämieneinnahmen der Branche im Schaden- und Unfallgeschäft dürften laut Swiss Re dieses Jahr zunehmen. Das Vor-Corona-Niveau des Jahres 2019 soll um 10 Prozent überstiegen werden. Die Prämien in der Nichtleben-Versicherung dürften 2021 auf 6,9 Billionen US-Dollar steigen. Die Schwelle von 7 Billionen Dollar werde wohl 2022 erstmals überschritten.

Vom wachsenden Kuchen will auch die Swiss Re, die in erster Linie Erstversicherer zu ihren Kunden zählt, ein Stück abhaben. «Wir sehen für uns vor allem bei Klima- und Cyberrisiken sowie beim Thema Nachhaltigkeit gute Gelegenheiten, um zu wachsen.» Wie der Underwritingchef Thierry Léger mitteilte.

Rückversicherer und Versicherer müssen an der Preisschraube drehen

In vollem Gang ist derzeit die Hurrikan-Saison an der US-Ostküste - diese grossen Katastrophen zählen zu den «Primary Perils». Zuletzt hatte der Sturm «Ida» vom Süden in Louisiana bis in den Nordosten in New York grosse Schäden verursacht. Um zu beziffern, wie viel Swiss Re wegen «Ida» ihren Kunden bezahlen müsse, sei es noch viel zu früh.

Die Rückversicherer und Versicherer müssten allerdings weiter an der Preisschraube drehen, um für Inflationsrisiken und steigende Schadenvolumen gewappnet zu sein. Mit einem nächsten Preisschritt rechnet Léger für die Swiss Re, wenn kommenden Januar die Rückversicherungsverträge zum Europa-Geschäft erneuert werden.

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