SVP wehrt sich gegen Nazi- Vorwürfe um KKK-Demo

    Oliver Borner
    Oliver Borner

    Schwyz,

    Nach den Anschuldigungen über mögliche Verbindungen zur Gruppe Combat 18 wehrt sich die SVP Schwyz gegen Nazi-Vorwürfe. Man will den Fall untersuchen.

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    Interview mit der SVP/SP Schwyz in Einsiedeln. - Nau

    Das Wichtigste in Kürze

    • Ein Mitglied der SVP Schwyz soll Kontakte zur rechtsradikalen Gruppe Combat 18 pflegen.
    • Das Bündnis «buntes Schwyz» lastet der SVP daher ein internes Naziproblem an.
    • SVP-Präsident Roland Lutz stellt sich klar gegen diese Äusserung.

    Die Vorwürfe wiegen schwer. Gestern Sonntag wurde bekannt, dass ein Mitglied der SVP Schwyz möglicherweise Kontakt zur rechtsradikalen Gruppe Combat 18 pflegt.

    Ku-klux-klan schwyz
    In Schwyz formte sich Widerstand gegen den Ku-Klux-Klan-Aufmarsch. - Keystone / Bildmontage Nau.ch

    Hintergrund ist ein Ku-Klux-Klan-Auftritt im Frühling an der Fasnacht in Schwyz. Daraufhin entfachte eine Diskussion um Rassismus, welche zu einer Demonstration führte. Darin wurde der SVP Schwyz vermehrt Rechtsextremismus und nun auch ein Nazi-Problem angeheftet.

    SVP will den Fall untersuchen

    Dem stellt sich Roland Lutz, Präsident der SVP Schwyz strikt entgegen. «Wir haben sicherlich kein Naziproblem in der Partei.» Ihm seien auch keine Personen mit Verbindungen zu rechtsradikalen Gruppen bekannt, so Lutz.

    SVP Schwyz Parteiversammlung
    Eine Parteiversammlung der SVP Schwyz 2013 mit prominentem Gast: In der Mitte SVP-Fraktionschef Adrian Amstutz, rechts Schwyzer Gemeindepräsident Xaver Schuler und links kantonaler SVP-Präsident Roland Lutz. - Parteiblatt SVP Schwyz

    Sollte sich der Verdacht allerdings als wahr erweisen, will Lutz der Forderung eines Ausschlusses aus der Partei allerdings nachkommen. «Bei uns gibt es eine Nulltoleranz für solche Angelegenheiten», macht er deutlich. Der junge Mann habe ihm gegenüber allerdings versichert, keine Verbindungen zu Combat 18 zu haben. Lediglich die Pfeffersprayattacke an der Demo in März habe er gegenüber Lutz zugegeben.

    Die Partei wolle nun intern mit allen Betroffenen sprechen und dann entscheiden, wie sie in dem Fall weiter verfahren wird.

    SP fordert klare Distanz seitens der SVP

    Gerade auch wegen der Pfeffersprayattacke stellt die kantonale SP eine klare Forderung. «Das Mitglied muss sofort aus der Partei ausgeschlossen werden», sagt Andreas Marty, Präsident der SP Schwyz.

    Die Vorwürfe würden ein Schlaglicht auf die SVP, aber auch auf den Kanton Schwyz werfen. «Die SVP muss sich daher ganz klar von solchen rassistischen und menschenverachtenden Strömungen distanzieren und aufhören, sie kleinzureden», so Marty.

    SP SVP
    Andreas Marty, Präsident der SP Schwyz. - Keystone

    Trotz aller Vorwürfe denkt Marty trotzdem nicht, dass die Partei ein «Naziproblem» hat. «Es gibt sicherlich Anlässe, bei welchen Rechtsgesinnte dabei sind, allerdings würde ich diese nicht unbedingt gleich als Nazis bezeichnen.»

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