SVP reicht Anzeige gegen «diffamierendes» Kreuzworträtsel ein

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    Sion,

    Die Unterwalliser SVP plant eine Klage gegen Visarte, nachdem sie in einem Kreuzworträtsel als rassistisch bezeichnet wurde.

    Kreuzworträtsel
    SVP will nach einem in der Zeitung «Le Nouvelliste» veröffentlichten Kreuzworträtsel Visarte klagen. (Symbolbild). - pixabay

    Das Wichtigste in Kürze

    • SVP will gegen den Dachverband der Walliser Künstler, Visarte, klagen.
    • Dies, nachdem die Partei in einem Kreuzworträtsel rassistisch definiert wurde.
    • Das Kreuzworträtsel wurde in der Zeitung «Le Nouvelliste» veröffentlicht.

    Die Unterwalliser SVP will nach einem in der Zeitung «Le Nouvelliste» veröffentlichten Kreuzworträtsel, in dem die Partei unter anderem als rassistisch definiert wurde, Klage einreichen. Dies kündigte sie am Donnerstag im Lokalradio Rhône FM an.

    Die Klage richtet sich gegen den Dachverband der Walliser Künstler, Visarte. Anlässlich des 50-jährigen Bestehens von Visarte hatte die Zeitung im Rahmen einer künstlerischen Partnerschaft mit dem Verband zusammengearbeitet.

    SVP Kreuzworträtsel
    1 senkrecht: «Schweizerische, rassistische, fremdenfeindliche, homophobe, antifeministische, anti-ökologische, armutsfeindliche und nationalistische Partei». Lösung: «UDC», wie die SVP in der Romandie heisst. - Nau.ch

    Im Kreuzworträtsel des «Le Nouvelliste» vom 18. November wurde nach einer «schweizerischen, rassistischen, fremdenfeindlichen, homophoben, antifeministischen, anti-ökologischen, armutsfeindlichen und nationalistischen Partei» mit drei Buchstaben gesucht. Die richtige Antwort lautete UDC (SVP). Die Partei erachtete dies als diffamierend und äusserte sich in einer Medienmitteilung «bestürzt» über den Beitrag.

    Auswirkungen auf Politik und Kunst

    Die Zeitung «Le Nouvelliste» entschuldigte sich anschliessend bei der Partei. Doch dies reicht der Partei nicht.

    Am Donnerstag sagte der SVP-Abgeordnete Alexandre Cipolla im Gespräch mit Rhône FM: «Kunst kann eine politische Dimension haben, aber sie muss innerhalb der Grenzen des Vernünftigen bleiben. »Es ist unsere Pflicht, einen Teil der Bevölkerung zu verteidigen, der sich angegriffen, ja sogar diffamiert und verleumdet gefühlt hat«, sagte er.

    Alexandre Cipolla
    Der Wallister SVP-Kantonsrat Alexandre Cipolla. - parlament.vs.ch

    Die Affäre hat auch politische Konsequenzen. Die SVP Unterwallis hat beim Grossen Rat ein Postulat eingereicht. «Wir greifen Visarte an, weil sie die öffentlichen Gelder erhält, die unter anderem dazu dienen, die Arbeit dieses Künstlers zu subventionieren, und wir sind der Meinung, dass diese Gelder für andere Zwecke verwendet werden könnten», sagte Cipolla.

    Kurator verteidigt Kreuzworträtsel

    Einer der Kuratoren der 50-Jahr-Feier von Visarte Wallis verteidigte sich im Radio: «Es ist absolut nicht diffamierend, man ist es gewohnt, zumindest in meinem Umfeld das Kind beim Namen zu nennen», erklärte er. Und die SVP sei wegen Rassismus verurteilt worden, fuhr er fort.

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