Studie

    Studie sieht dringenden Handlungsbedarf für Spitallandschaft

    Keystone-SDA
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    Bern,

    Eine Studie von H+ zeigt, dass die Schweizer Spitäler weder finanziell noch operativ nachhaltig sind und dringender Handlungsbedarf besteht.

    Spitäler
    Gemäss einer Studie im Auftrag des Spitalverbandes H+ ist die Schweizer Spitallandschaft weder finanziell noch operativ nachhaltig. (Symbolbild) - sda

    Die Schweizer Spitallandschaft ist gemäss einer Studie im Auftrag des Spitalverbandes H+ nicht nachhaltig aufgestellt, weder finanziell noch operativ. Es bestehe deshalb dringender Handlungsbedarf, sowohl für die Spitäler, als auch für die Politik, die Tarifpartner und die Gesellschaft.

    Die Nachfrage nach Gesundheitsdienstleistungen steige, der Fachkräftemangel werde immer gravierender und die Tarife seien nicht kostendeckend, heisst es in der am Donnerstag von H+ vorgestellten PwC-Studie. Ohne grundlegende Veränderungen drohten Versorgungsengpässe, längere Wartezeiten und eine schlechtere Qualität. Und die Verluste der Schweizer Spitäler dürften bis 2045 auf 1,1 Milliarden Franken steigen.

    Gemäss der Studie ist eine Transformation notwendig, aber auch machbar. Dafür gebe es drei wirksame Hebel: Erstens brauche es eine bessere Koordination und Zusammenarbeit unter den Spitälern. So könnten sich die einzelnen Akteure profilieren und unnötige Doppelspurigkeiten vermieden werden.

    Mehr Ambulantisierung zur Entlastung von Personal

    Zweitens müsse die Ambulantisierung verstärkt werden. Sie könnte den Fachkräftemangel reduzieren, würde flexiblere Arbeitsmodelle ermöglichen und nachhaltig die Kosten senken. Und es entspreche dem Wunsch der Patientinnen und Patienten, Spitalaufenthalte möglichst zu vermeiden.

    Ein weiterer, dritter Hebel sei die Digitalisierung: Dadurch könne die Effizienz der Leistungserbringer gesteigert, der nahtlose Datenaustausch verbessert und die Basis für neue, innovative Versorgungsmodelle geschaffen werden.

    Zur Umsetzung der Transformation fordert H+ deshalb unter anderem «kostendeckende Tarife» und eine verlässliche Finanzierung von Innovation, digitalen Leistungen und Ambulantisierung. Das setze aber eine «klare Finanzierungsverantwortung des Parlaments» voraus. Ausserdem brauche es eine «moderne Versorgungsplanung», um die Qualität und Versorgungssicherheit in allen Regionen zu gewährleisten.

    Digitalisierung als nationale Zukunftsaufgabe

    Die Digitalisierung sei eine «nationale Zukunftsaufgabe», denn sie steigere Qualität, Effizienz, Patientensicherheit und entlaste zusätzlich das Personal. Dazu seien aber eine nationale digitale Initiative und eine «Nutzungspflicht zentraler digitaler Lösungen» nötig.

    Eine klare nationale Strategie brauche es auch zur Sicherung der Fachkräfte. Dazu gehörten moderne Aus- und Weiterbildungsmodelle sowie die Förderung neuer Berufsrollen und flexibler Arbeitsmodelle.

    Weiter verlangt H+, dass die Qualität und die Patientensicherheit vor kurzfristigen Sparzielen Priorität haben müssten. Und es brauche eine «regulatorische Bremse»: Neue Vorgaben nur bei nachweislichem Patientennutzen und im Gegenzug die Streichung von nicht sicherheitsrelevanten Vorschriften.

    Kommentare

    User #2804 (nicht angemeldet)

    Viele dringend nötige Sparmassnahmen sind seit Jahren bekannt. Aber sie werden nicht umgesetzt. Diese Mitteilung ist nichts weiter als Opium für das Volk. Das Gesundheitswesen verschlingt inzwischen Milliarden und mit einer Ambulantisierung und Digitalisierung zur Entlastung, werden die Kosten nur verschoben.

    User #3775 (nicht angemeldet)

    Die Löhne und Gehälter der Assistenzärzte, Pflegerinnen und FaGe's können es nicht sein. Die sind im Verhältnis zur Verantwortung nämlich mickrig. Pestigebauten wie in Aarau oder die voranschreitende Privatisierung aber auch die veralteten Personalführungsstrukturen machen es teurer und vorallem schlechter... - aber ich habe keine Ahnung!

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