Städte-Bericht: Alleinerziehende brauchen besonders oft Sozialhilfe
In vielen Städten bezieht rund ein Viertel der Einelternhaushalte Sozialhilfe. Oft reicht der Lohn allein nicht für den Familienunterhalt.

Das Wichtigste in Kürze
- Alleinerziehende beziehen in Schweizer Städten besonders häufig Sozialhilfe.
- In vielen Städten ist rund ein Viertel der Einelternhaushalte davon betroffen.
- Ihr Armutsrisiko ist fast fünfmal so hoch wie jenes aller Haushalte.
Alleinerziehende sind in Schweizer Städten überdurchschnittlich häufig auf Sozialhilfe angewiesen. Das zeigt der am Dienstag veröffentlichte Kennzahlenbericht der Städteinitiative Sozialpolitik.
In vielen Städten bezieht rund ein Viertel der Einelternhaushalte mit minderjährigen Kindern Sozialhilfe. Das Armutsrisiko ist für Einelternhaushalte fast fünfmal so hoch wie dasjenige aller Haushalte.
Lohn reicht oft nicht für Familienunterhalt
Viele Alleinerziehende beziehen Sozialhilfe zusätzlich zu ihrem Lohn, weil dieser für den Familienunterhalt nicht reicht. Als wirksame Hilfen nennt der Bericht Aus- und Weiterbildung, passende Kinderbetreuung und Familienergänzungsleistungen.
Die Städteinitiative vergleicht jedes Jahr die Kennzahlen der Sozialhilfe in 14 Städten.
Im vergangenen Jahr lag die Sozialhilfequote bei 3,9 Prozent und damit leicht unter dem Vorjahreswert. Insgesamt blieben die Sozialhilfezahlen stabil.











