Die Stadt Zürich will Bewerber einzig aufgrund der fachlichen Qualifikationen zu Gesprächen einladen. Nur die SVP war gegen die anonymisierten Bewerbungen.
Zürich Bewerbung
Foto, Alter und Name sind wichtiger Teil einer Bewerbung. Die Personalverantwortlichen der Stadt Zürich werden dies aber bald nicht mehr sehen. - iStock, Pexels

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Stadt Zürich wird Bewerbungen anonymisieren.
  • Damit soll die Diskriminierung auf dem Arbeitsmarkt bekämpft werden.
  • Einzig die SVP war dagegen, weil die Frauenförderung schwieriger werde.

Die Stadt Zürich startet mit einem Pilotversuch, um Diskriminierung auf dem Arbeitsmarkt zu verhindern. So sollen Personalverantwortliche bis zum Verschicken der Gesprächs-Einladung nur noch die fachlichen Qualifikationen der Bewerber sehen können. Dies hat der Gemeinderat am Mittwoch bestimmt.

Name, Geschlecht, Alter, Zivilstand und Aussehen werden künftig nicht mehr angezeigt. Damit soll die Diskriminierung verhindert werden. Denn wie AL-Gemeinderat Michael Graff sagt, würden vor allem Personen mit Namen aus Albanien, Afrika und Asien benachteiligt.

SVP besorgt um Frauenförderung

Gegen das Postulat von FDP und GLP war einzig die SVP. Sie argumentierte, dass ohne Angaben zu Geschlecht und Alter keine durchmischten Teams gebildet werden könnten. Zudem sorgt sie sich um die Frauenförderung. Diese werde schwierig, wenn man nicht wisse, mit wem man es zu tun habe.

Anonymisierte Bewerbungen – eine gute Idee?

Wann der mehrjährige Pilotversuch mit wissenschaftlicher Begleitung starten kann, ist noch unklar. Denn zuerst müsse die Personal-Software umprogrammiert werden. Sie sehe nämlich keine anonymisierten Bewerbungen vor.

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