St. Galler Wälder leiden unter Hitze und Trockenheit

Hitze und Trockenheit haben dem St. Galler Wald zugesetzt. Der Verband «Wald St. Gallen und Liechtenstein» fordert von der Politik rasche Massnahmen. Unter anderem sollen klimaresistente Arten gepflanzt werden.

Wälder
Die Baselbieter Wälder leiden unter der Hitze und Trockenheit. - Keystone

Die Auswirkungen des sich verändernden Klimas zeigten sich in St. Galler Wäldern etwa im Schutzwald an der Wasserfluhstrasse in Brunnadern, hiess es in der Mitteilung des Verbandes «Wald St. Gallen und Liechtenstein» vom Dienstag: Dort ragten dürre Bäume aus dem Kronendach des Waldes.

Den Nadelbäumen fehle es an Wasser. Gleichzeitig begünstige das warme Klima die Verbreitung der Borkenkäfer, die kränkelnde Bäume als Brutraum nutzten. Unwetter und Stürme setzen dem Wald zusätzlich zu.

Nun brauche es rasch Hilfe, hiess es weiter. Die Politik habe die dramatische Situation zwar erkannt. Es gebe viele gute Ideen und Ansätze. «In der Umsetzung mahlen die Mühlen aber zu langsam», schrieb der Verband. Man müssen jetzt reagieren und den notwendigen Waldumbau in die richtige Richtung lenken, sonst seien die Folgekosten immens.

Künftig werde der Wald anders aussehen als in den letzten hundert Jahren. Die Forstbetriebe müssten vermehrt auf klimaresistentere Baumarten und Mischwälder mit einer breiten Artenvielfalt setzen.

Unter anderem sei eine gezielte Abgeltung der Leistungen von Waldeigentümern notwendig. Der St. Galler Kantonsrat habe dies kürzlich in einer Motion beschlossen. Mit den Beiträgen könnten Projekte und Eingriffe zur Entwicklung von dem Klima angepassten Wäldern gefördert werden.

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