Ab dem 1. Juni sind Sonntagsverkäufe in St. Gallen erlaubt. Unter der Woche dürfen Geschäfte zudem neu bis 20 Uhr geöffnet haben.
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Die Regierung in St. Gallen hat das bisherige Finanzleitbild aus 2002 ersetzt. - keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Sonntagsverkäufe zwischen 10 und 17 Uhr sind in St. Gallen ab dem 1. Juni gestattet.
  • Ab dann dürfen die Geschäfte an den restlichen Tagen jeweils bis 20 Uhr geöffnet haben.

Vom Stiftsbezirk bis zur Lokremise: In der Stadt St. Gallen werden ab dem 1. Juni Sonntagsverkäufe möglich und die Geschäfte dürfen unter der Woche bis 20 Uhr offen haben. Der Stadtrat will mit der Liberalisierung der Ladenöffnungszeiten mehr Touristen anlocken.

Unter der Woche sieht das kantonale Gesetz über Ruhetage und Ladenöffnungszeiten aus dem Jahr 2004 Öffnungszeiten von 6 bis 19 Uhr vor. Am Samstag von 6 bis 17 Uhr. Der Sonntag ist grundsätzlich ein öffentlicher Ruhetag.

Tourismusgemeinden können erweiterte Ladenöffnungszeiten gewähren. Die Läden müssen aber einem touristischen Bedürfnis entsprechen. Die St. Galler Regierung hat in einer Verordnung 15 der 77 Gemeinden als Tourismusgemeinden bezeichnet. An oberster Stelle steht St. Gallen.

Detailhändler dürfen am Sonntag von 10 bis 17 Uhr öffnen

Der St. Galler Stadtrat hat für die Innenstadt per 1. Juni ein neues Vollzugsreglement verabschiedet. Das neue Reglement ermöglicht dem Detailhandel von Montag bis Samstag von 6 Uhr bis 20 Uhr zu öffnen. Am Sonntag ist neu grundsätzlich eine Öffnung von 10 Uhr bis 17 Uhr erlaubt, sofern die Vorgaben des Arbeitsgesetz erfüllt sind.

Stadt St. Gallen
Blick auf die Stadt St. Gallen. (Symolbild) - Keystone

Mit ihrer Altstadt, den kulturellen Institutionen und Angeboten und als Stadt mit einem Unesco Weltkulturerbe positioniere sich St. Gallen als internationale Tourismusregion, heisst es in der Mitteilung der Standortförderung der Stadt St. Gallen vom Donnerstag.

Die touristische Attraktivität der Innenstadt solle durch erweiterte Ladenöffnungszeiten weiter gesteigert werden. Aus diesem Grund sei in einem Teilprojekt im Rahmen des Projekts «Zukunft St. Galler Innenstadt» die Liberalisierung der Ladenöffnungszeiten bearbeitet worden.

Drei Gäste pro Einwohner logierten 2016 in St. Gallen

Pro Einwohner logierten 2016 drei Gäste in der Stadt St. Gallen, in Luzern waren es zum Vergleich 16, wie die Fachstelle Statistik des Kantons St. Gallen ermittelte. Mit drei Logiernächten pro Einwohner liess St. Gallen nur Winterthur und Biel von den zehn grössten Städten der Schweiz hinter sich.

St. Gallen
Die Stiftskirche St. Gallen mit der Stadt St. Gallen im Hintergrund. (Symbolbild) - Keystone

Die Stadt gab zusammen mit dem Kanton und dem Katholischen Konfessionsteil zudem eine Studie zur touristischen und regionalwirtschaftlichen Bedeutung des Stiftsbezirks in Auftrag. Für 2017 wurden rund 165'000 Touristen für den Stiftsbezirk ermittelt. Den grössten Anteil machen mit rund 60 Prozent die Tagesbesucher aus.

Auffallend ist die durchschnittliche Aufenthaltsdauer im Stiftsbezirk von weniger als einer Stunde. Ein Tagesbesucher gibt gemäss der Besucherbefragung im Durchschnitt 80 Franken aus, bei den Übernachtungsgästen sind es 195 Franken. Die wertschöpfenden Aktivitäten im Bereich Einkaufen liegen etwa einen Drittel unter den schweizweiten Vergleichswerten im Städtetourismus.

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