SRV-Präsident: Reisebranche rund 15 Prozent unter Vorjahr

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Zürich,

Die Auswirkungen der Iran-Krise auf den Reisemarkt sind hart.

Ferien verschieben: Der Tessiner Kantonsarzt appelliert an die Deutschschweizer, zu Hause zu bleiben.
Ferien verschieben: Der Tessiner Kantonsarzt appelliert an die Deutschschweizer, zu Hause zu bleiben. - sda - KEYSTONE/RAINER KUPPER

Der Iran-Krieg hat die Reisebranche hart getroffen: «Aktuell gehen wir davon aus, dass der Schweizer Reisemarkt beim Umsatz rund 15 Prozent unter dem Vorjahr liegt», sagte der Präsident des Schweizer Reise-Verbands SRV, Martin Wittwer.

Rund drei Viertel der Reisebüros und Reiseveranstalter lägen hinter 2025 zurück, sagte Wittwer in einem Interview mit dem Tourismusportal «Travelnews» vom Mittwoch. Dagegen bewege sich etwa jedes vierte Unternehmen auf Vorjahresniveau oder sogar darüber.

«Wer sich auf Individualreisen in den Nahen Osten oder nach Fernost spezialisiert hat, spürt die Krise stärker. Wer hingegen Reisen ins westliche Mittelmeer oder in den Norden verkauft, hat deutlich bessere Voraussetzungen», sagte Wittwer weiter.

Reiselust nicht weg

Die Reiselust sei allerdings nicht verschwunden. «Aber sie ist noch längst nicht dort, wo sie vor dem Ausbruch des Iran-Kriegs war», sagte Wittwer weiter. Entweder werde sehr kurzfristig gebucht oder bereits sehr langfristig, teilweise schon für 2027 oder sogar 2028.

«Was derzeit fehlt, sind Buchungen mit einem Horizont von drei bis vier Monaten. Gerade diese geben den Reisebüros normalerweise Planungssicherheit», sagte der Reise-Verbandspräsident.

Laut einer Marktumfrage des SRV sei Kurzarbeit für drei Viertel der Unternehmen derzeit kein Thema. Ein Viertel beobachte die Situation und halte entsprechende Szenarien bereit.

«Der Grundtenor bleibt aber optimistisch. Viele glauben an einen Nachholeffekt, sobald sich die Lage im Nahen Osten stabilisiert», sagte Wittwer. Bei einem nachhaltigen Frieden zwischen den USA und dem Iran rechne er mit einem Nachholeffekt.

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Kommentare

User #5277 (nicht angemeldet)

Die Kosten für die Haushalte sind enorm gestiegen, wen wundert es das weniger Reisen möglich sind.

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