Spezialfutter im Zoo Zürich führt zu harmloseren Pfeilgiftfröschen

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    Bern,

    Seit knapp 25 Jahren züchtet der Zoo Zürich Goldene Pfeilgiftfrösche. Dank spezieller Nahrung sind die Tiere jedoch nicht so giftig wie ihre wilden Verwandten.

    goldener pfeilgiftfrosch
    Das Blut des Goldenen Pfeilgiftfrosches benutzen Indigene für ihre Pfeile. - Keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Der Zoo Zürich hat sich bei den Amphibien auf die Frösche konzentriert.
    • Dank Spezialfutter sind die Pfeilgiftfrösche weniger giftig als die wilden Verwandten.
    • Den Spitzenrang in Sachen Giftigkeit hält im Zoo nun die Seitenwinder-Klapperschlange.

    Man lebt nur einmal, ausser man ist eine Amphibie. Das Wort stammt aus dem Griechischen und bedeutet «doppellebig». Die Frösche, Kröten, Molche und Salamander leben insofern doppelt, als dass sie in ihrem Jugendstadium eng am Wasser gebunden sind und erst später meist an Land leben.

    Der Zoo Zürich hat sich vor allem auf die Frösche, eine Ordnung der Amphibien konzentriert. Das erklärte der Zoodirektor Alex Rübel heute Mittwoch vor den Medien.

    alex rübel
    Alex Rübel, Direktor des Zürcher Zoos. - Keystone

    Hinter dicken Scheiben hocken daumengrosse und farbige Frösche. Besonders das Dutzend Blauer und Goldener Pfeilgiftfrösche zieht die Aufmerksamkeit der Besucher auf sich.

    Keine Gefahr für Besucher dank Spezialfutter

    Gefahr droht Besucherinnen und Besuchern aber nicht. Da ist einerseits das Glas, andererseits die geringere Giftklasse der Zürcher Zoo-Frösche.

    blauer pfeilgiftfrosch
    Neben Goldenen können Zoo-Besucher in Zürich auch Blaue Pfeilgiftfrösche bewundern. (Archivbild) - Keystone

    Durch eine spezielle Fütterung, unter anderem mit Springschwänzen, gelangt deutlich weniger Gift in die Haut der Pfeilgiftfrösche, erklärte Zoo-Kurator Robert Zingg gegenüber der Nachrichtenagentur Keystone-SDA.

    robert zingg zoo zürich
    Robert Zingg, Kurator des Zürcher Zoos. (Archivbild) - Nau

    Ohne Spezialfutter wären sie sonst die giftigsten Tiere im Zoo. Den Spitzenrang in Sachen Giftigkeit hält im Zoo nun aber die Seitenwinder-Klapperschlange.

    Die umgestellte Ernährung hat zum Glück keinen Einfluss auf die prachtvolle Hautfarbe. Ähnlich wie ihre Genossen im Regenwald leuchten die Pfeilgiftfrösche in Blau oder Gelb. Mit dieser auffälligen Farbe schützen sie sich vor Fressfeinden. Aber auch potentielle Angreifer werden durch diese Warnfarbe abgeschreckt.

    Komplizierte Zucht seit 1996

    Den Goldenen Pfeilgiftfrosch züchtet der Zoo Zürich seit 1996. Er wiegt lediglich sechs Gramm und ist weniger als fünf Zentimeter gross.

    Das Fröschlein hat noch andere Bezeichnungen, zum Beispiel Schrecklicher Pfeilgiftfrosch. Der Name kommt nicht von ungefähr. Indigene streichen das Blut dieser Frösche auf ihre Jagdpfeile.

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    Seit 1996 züchtet der Zoo Zürich den Goldenen Pfeilgiftfrosch. - Keystone

    Die Haltung von Pfeilgiftfröschen sei gar nicht so aufwändig, sagte Zingg. Temperatur und Feuchtigkeit müssten stimmen. Kompliziert sei hingegen die Zucht. Der Zoo kann hier auf eine langjährige Zuchterfahrung zurückblicken.

    Er befindet sich aber auch im engen Kontakt mit privaten Züchtern. Wissen und Frösche werden ausgetauscht. Auch an Schulen wird ausgeliehen – allerdings nicht Pfeilgiftfrösche, dafür Unterrichtspakete rund um das Thema Tropischer Regenwald.

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