St. Gallen

    So viel nimmt St. Gallen mit Bussen ein

    Simon Huber
    Simon Huber

    Stadt St. Gallen,

    So viel brachte Falschparken, zu schnelles Fahren und das Missachten roter Ampeln der Stadt St. Gallen 2025 ein – im schweizweiten Vergleich.

    Abkassiert auf der Strasse: Stadt St. Gallen nimmt 5,18 Millionen Franken ein.
    Abkassiert auf der Strasse: Die Stadt St. Gallen nimmt 5,18 Millionen Franken ein. - Stadtpolizei St. Gallen

    In der Stadt St. Gallen wurden 2025 Tausende von Ordnungsbussen ausgestellt. Dionys Widmer, stellvertretender Leiter Kommunikation der Stadtpolizei St. Gallen, hat auf Anfrage die Zahlen offengelegt: Gesamthaft nahm die Stadtpolizei 5,18 Millionen Franken ein.

    Im Vergleich zum Vorjahr ist das ein leichter Rückgang. 2024 betrugen die Einnahmen noch 5,73 Millionen Franken, was gleichzeitig den höchsten Wert der letzten Jahre darstellt. Betrachtet man die letzten sechs Jahre, zeigt sich ein schwankendes, aber insgesamt stabiles Bild.

    2023 lagen die Einnahmen bei 4,65 Millionen, 2022 bei 5,37 Millionen und 2021 bei 4,64 Millionen Franken.

    Die häufigsten Bussen

    «Die meisten Ordnungsbussen wurden wegen Überschreiten der Höchstgeschwindigkeit oder im ruhenden Verkehr, insbesondere wegen Überschreitung der Parkzeit, ausgestellt», sagt Widmer.

    St. Gallen Bussen
    In der Stadt St. Gallen wurden 2025 tausende von Ordnungsbussen ausgestellt. - Stadtpolizei St. Gallen

    Eine Frage, die viele Autofahrerinnen und Autofahrer beschäftigt: Müssen Polizisten eine bestimmte Anzahl Bussen verteilen?

    Die Antwort aus St. Gallen ist klar: Nein. «Das Budget wird basierend auf dem letzten abgeschlossenen Rechnungsergebnis und der aktuell vorhandenen Überwachungsanlagen berechnet», erklärt Widmer. Zielvorgaben für Mitarbeitende gebe es keine.

    Das gleiche Bild zeigt sich in anderen Schweizer Städten. In Bern sagt Gian Petschen, Mediensprecher der Kantonspolizei Bern: «Bei der Kantonspolizei Bern bestehen keine Zielgrössen, so werden auch keine Vorgaben an Mitarbeitende gemacht.»

    Auch die Stadtpolizei Lausanne betont, dass ihre jährliche Prognose kein Ziel darstelle.

    Musst du regelmässig Bussen bezahlen?

    St. Gallen im Vergleich

    Mit 5,18 Millionen Franken liegt St. Gallen im schweizweiten Vergleich im Mittelfeld. Zürich kassierte 2025 mit 56,2 Millionen Franken mit Abstand am meisten, gefolgt von Lausanne mit 22,4 Millionen und Bern mit 9,6 Millionen Franken.

    Deutlich weniger nahm Luzern ein, dafür fällt dort ein anderer Trend auf: Die Einnahmen haben sich 2025 beinahe vervierfacht und betrugen rund 2,5 Millionen Franken.

    Zu schnelles Fahren, Überschreiten der Parkzeit und das Nichtbeachten von Lichtsignalen zählen schweizweit zu den häufigsten Vergehen.

    Hinweis

    Dieser Artikel ist zuerst in den «St. Galler Nachrichten» erschienen.

    Kommentare

    User #1369 (nicht angemeldet)

    Wir brauchen keine Bussen, es müssen bei Unfällen nur extreme Strafen sein, dann fährt jeder Vorsichtig.

    User #4730 (nicht angemeldet)

    Richtig so!

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