Der Präsident der Schweizerischen Nationalbank (SNB), Thomas Jordan, ist nach einer Operation am Herzen wieder zurück.
thomas jordan snb
Thomas Jordan, Präsident der Schweizerischen Nationalbank, spricht während eines Interviews im Hauptquartier der Bank in Zürich. (Archivbild) - Keystone

Bei der geldpolitischen Lagebeurteilung vom Donnerstag wird er laut einer Einladung der SNB die Hintergründe zum Entscheid der Nationalbank erläutern. Die Ankündigung folgt wenige Wochen auf die Bekanntgabe der SNB, dass sich Jordan Ende August einem medizinischen Eingriff unterziehen musste, «der sich nach einer Vorsorgeuntersuchung als notwendig erwiesen hatte», wie die SNB damals mitteilte.

Nun nimmt Jordan an der Telefonkonferenz wieder das Ruder in die Hand. Der Präsident des Direktoriums werde die Hintergründe des geldpolitischen Entscheids erläutern und für Fragen zur Verfügung stehen, heisst es in der Einladung vom Dienstag.

Mit grossen Überraschungen wird an der Zinssitzung der SNB indes nicht gerechnet. Der Entscheid dürfte ganz im Zeichen von «same procedure as last quarter» stehen. Die Währungshüter dürften einmal mehr ihre aktuelle, sehr lockere Geldpolitik bestätigen. So dürfte die SNB den Leitzins von -0,75 Prozent bestätigen. Auch die Bereitschaft, bei Bedarf am Devisenmarkt zu intervenieren, dürfte sie bekräftigen.

Allerdings könnte angesichts des heiss gelaufenen Immobilienmarkts eine Wiedereinführung des antizyklischen Kapitalpuffers zum Thema werden. Möglicherweise könnte die SNB die Regierung dazu auffordern, den antizyklischen Kapitalpuffer wieder zu aktivieren, so Ökonomen. Ist dieser Kapitalpuffer aktiviert, sind die Banken verpflichtet, ihr Eigenkapital temporär und schrittweise aufzustocken, wenn sich Fehlentwicklungen am Kreditmarkt aufbauen.

Mehr zum Thema:

Geldpolitik Regierung Thomas Jordan