Historikerinnen der Uni Zürich wurden damit beauftragt, die sexuelle Ausbeutung in der katholischen Kirche der Schweiz aufzuarbeiten.
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Eine katholische Kirche. - dpa-infocom GmbH

Das Wichtigste in Kürze

  • Historikerinnen sollen die sexuelle Ausbeutung in der katholischen Kirche untersuchen.
  • Der Projektstart ist für den März 2022 vorgesehen.
  • Die Studie soll als Grundlage für künftige Forschungsprojekte dienen.

Historikerinnen der Universität Zürich sollen die sexuelle Ausbeutung in der katholischen Kirche der Schweiz wissenschaftlich aufarbeiten. Der Auftrag kommt von der Schweizer Bischofskonferenz (SBK), den Katholischen Ordensgemeinschaften der Schweiz (KOVOS) und der Römisch-katholische Zentralkonferenz der Schweiz (RKZ).

Im November wurde der Vertrag unterzeichnet, wie es in einer Mitteilung von SBK, KOVOS und RKZ vom Montag heisst.

Als nächsten Schritt stellen demnach die Projektleiterinnen, die beiden Geschichts-Professorinnen der Universität Zürich, Monika Dommann und Marietta Meier, das Forschungsteam zusammen und legen das Vorgehen fest. Der Projektstart ist für den März 2022 vorgesehen.

Grundlage für künftige Forschungsprojekte

Es handle sich um ein Pilotprojekt, heisst es weiter. Die Studie soll die Rahmenbedingungen einer historischen Aufarbeitung sexueller Ausbeutung im kirchlichen Umfeld seit der Mitte des 20. Jahrhunderts evaluieren. Damit soll sie auch die Grundlage für künftige Forschungsprojekte bilden.

Ein von der Schweizerischen Gesellschaft für Geschichte (SGG) ernannter wissenschaftlicher Beirat soll die wissenschaftliche Qualität und die Unabhängigkeit des Projektes sichern.

römisch-katholische Kirche
Die römisch-katholische Kirche (Symbolbild) - POOL/AFP/Archiv

Dieser Auftrag sei eine wichtige Etappe auf dem Weg zur Aufarbeitung der Thematik des sexuellen Missbrauchs im Kontext der römisch-katholischen Kirche in der Schweiz, heisst es in der Mitteilung.

Unzählige Menschen hätten im Zusammenhang mit sexuellen Übergriffen im Umfeld der römisch-katholischen Kirche grosses Leid erlitten. Eine wissenschaftliche Aufarbeitung sei in erster Linie den Opfern geschuldet - auch um daraus Lehren für die Zukunft zu ziehen.

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