Schwimmer kommen Schiffspropellern gefährlich nahe

Simon Ulrich
Simon Ulrich

Thun,

Die BLS meldet drei Beinahe-Unfälle auf dem Thuner- und Brienzersee. Badegäste und Taucher sollen Kursschiffen fernbleiben.

BLS
Auf Thuner- und Brienzersee häufen sich derzeit riskante Situationen. - BLS

Das Wichtigste in Kürze

  • Die BLS meldet drei Beinahe-Unfälle mit Schwimmern und Tauchern.
  • Gefährliche Situationen gab es nahe Propellern und Schaufelrädern.
  • Die BLS mahnt zu Abstand, Vorsicht und markierten Tauchgängen.

Die BLS Schifffahrt registriert auf dem Thuner- und Brienzersee derzeit vermehrt gefährliche Situationen. Allein in der vergangenen Woche kam es demnach zu drei Beinahe-Unfällen mit Schwimmern und Tauchern in unmittelbarer Nähe von Schiffen.

Ein besonders prekärer Fall: «Ein Schwimmer sprang hinter einem rückwärts manövrierenden Schiff ins Wasser und geriet bis auf einen Meter an den Propeller heran.»

Weiter hätten sich bei einer Anlegestelle Taucher nahe eines laufenden Propellers aufgehalten, schreibt das Unternehmen in seiner Mitteilung. Zudem schwamm ein Badegast während der Anfahrt eines Kursschiffs direkt vor dessen Schaufelrad. Verletzt wurde niemand.

BLS warnt vor Propellern und Schaufelrädern

Die BLS warnt: «Propeller und Schaufelräder von Schiffen stellen eine erhebliche und oft unterschätzte Gefahr dar. Bereits bei langsamer Fahrt können drehende Propeller schwere oder tödliche Verletzungen verursachen.»

Zudem entstünden unter Wasser starke Strömungen und Sogwirkungen, die Personen in Gefahr bringen können.

Hattest du schon mal einen Unfall im oder auf dem Wasser?

Besonders gefährlich seien Begegnungen mit Kursschiffen im Bereich von Anlegestellen und während Manövern. «Motorschiffe erzeugen durch vorwärts und rückwärts laufende Propeller starke Strömungen», mahnt die BLS.

Dampfschiffe wiederum reagierten bei geringen Geschwindigkeiten träger auf Steuerbefehle und benötigten mehr Zeit, um ihre Fahrtrichtung anzupassen.

Badegäste sollen Abstand zu Schiffen halten

Die BLS ruft Badegäste und Wassersportler dazu auf, genügend Abstand zu Kursschiffen zu halten und Anlegestellen sowie Schifffahrtslinien zu meiden. Tauchgänge sollen mit der weiss-blauen Taucherflagge gekennzeichnet werden.

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Kommentare

User #4162 (nicht angemeldet)

Ein Luftkissenboot wäre eventuell eine Lösung. Keine Propeller unter Wasser nur über Deck die Antriebsturbinen. Die sind aber nichts für schwache Mägen und zudem recht Laut. Waren früher sehr beliebt bei der Kanalüberquerung von Frankreich nach England bevor es den Eurotunnel gab.

User #2558 (nicht angemeldet)

springen extra von der Schiffsländte

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