Klimawandel

    Schweizerin in Dubai nach Rekordregen: «Klimawandel mehr bewusst»

    Eine Schweizerin in Dubai lobt die Behörden nach dem Rekordregen: Nach zwei Tagen ist man zurück bei der Normalität. Auch die Bewohner hätten sich geholfen.

    Dubai
    Nach Rekordregen stand Dubai unter Wasser. Eine Schweizerin lobt die Arbeit der Behörden, nach zwei Tagen sei schon fast wieder Normalität eingekehrt. - keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Eine Schweizerin erlebte das Rekordunwetter in Dubai mit.
    • Sie habe sich in ihrem Haus aufgehalten, wie es die Behörden empfohlen hatten.
    • Angst vor einem weiteren solchen Ereignis hat sie keine.

    Innerhalb von 24 Stunden fiel in Dubai so viel Regen wie sonst in drei Jahren. Bilder von überfluteten Strassen machten die Runde, Flüge wurden annulliert.

    «In einer solchen Situation ist einem der Klimawandel definitiv mehr bewusst», sagt Michelle*, eine Schweizerin, die in Dubai llebt gegenüber Nau.ch. Angst vor weiteren ähnlichen Ereignissen hätten sie und andere Leute in der Wüstenstadt aber nicht.

    Durch Wetterwarnungen habe sie gewusst, dass viel Regen kommen werde. Sie habe dann, wie von den Behörden empfohlen, geplant, zu Hause zu bleiben. «Und glücklicherweise hat das neue Haus den Regen gut überstanden.»

    Dubai
    Mit Schlauchbooten bewegen sich die Bewohner von Dubai nach dem Rekordregen fort. - keystone

    Die Schweizer Auswanderin lobt die «schnelle Reaktion der Behörden», diese sei «bemerkenswert». Polizei und Zivilschutz hätten unermüdlich daran gearbeitet, Menschen und Tieren zu helfen. Die grossen Wasserpfützen seien mit Wassertanks aufgesaugt worden. «Innert zwei Tagen ist die Stadt fast wieder zur Normalität zurückgekehrt.»

    Auch die Bevölkerung sei zusammengekommen und habe sich gegenseitig unterstützt. So berichtet Michelle von Whatsapp-Gruppen, um den vom Regen betroffenen Menschen Essen und Unterkunft anzubieten.

    Forscher sehen Klimawandel als Ursache, nicht Wolken-Impfung

    Nach dem Rekordregen wurde spekuliert, dass die Vereinigten Arabischen Emirate diesen selbst ausgelöst hätten. Durch sogenanntes «Cloudseeding» oder «Wolken-Impfen» soll Regen künstlich erzeugt werden können. Verschiedene Studien attestieren der umstrittenen Methode aber höchstens einen geringen Einfluss auf das Wetter. Auch die Emirate dementieren, Wolken «geimpft» zu haben.

    Forschende vermuten einen anderen Auslöser des Rekordregens: den Klimawandel. Der rekordverdächtige Regen stehe im Einklang mit einem sich erwärmenden Klima, sagt Klimaforscher Richard Allan zur BBC. Frederike Otto sagt: «Wenn Menschen weiterhin Öl, Gas und Kohle verbrennen, wird sich das Klima weiter erwärmen. Niederschläge werden weiterhin stärker und Menschen werden weiterhin durch Überschwemmungen ihr Leben verlieren.»

    Bereitet Ihnen der Klimawandel Sorgen?

    Die in Dubai lebende Michelle sagt dann auch, dass man sich kaum vor solchen Katastrophen schützen könne. «Angesichts der Regenmenge ist es unvermeidlich, dass es Überschwemmungen gibt.» Und wenn es Wetterwarnungen gebe, sei es das beste, zu Hause zu bleiben und alles reinzunehmen. «Dann ist es sicher.»

    *Name der Redaktion bekannt

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