Schweizer Tech-Industrie befürchtet Wettbewerbsnachteil
Die Schweizer Tech-Industrie fürchtet aufgrund der neu verhängten US-Zölle einen Wettbewerbsnachteil. Um diesen auszugleichen, forderte der Branchenverband Swissmem am Freitag bessere Standortbedingungen in der Schweiz.

Ein gezielter Bürokratieabbau sowie ein neues Freihandelsabkommen, etwa mit den Mercosur-Staaten, sollen hiesige Tech-Unternehmen nun entlasten, schrieb der Branchenverband in einer Mitteilung.
Laut Jean-Philippe Kohl, Vizedirektor von Swissmem, ist der Vorwurf der Zwangsarbeit «absurd». Unter solchen Bedingungen liessen sich keine High-Tech-Produkte herstellen, da solche in der Schweiz entwickelt und grösstenteils im Inland hergestellt würden.
Die Zulieferer kämen in der Regel aus der EU, wo es keine Probleme mit Zwangsarbeit gebe, so Kohl. Dass nun höhere Zölle auf Schweizer Tech-Produkte erhoben werden sollen, als auf europäische, das «schmerzt» den Branchenverband.
Es drohten zudem noch höhere Zölle, da in den USA derzeit eine weitere Untersuchung zu industriellen Überkapazitäten läuft, so Swissmem. Ein rechtsverbindliches Abkommen mit den USA, das die Schweiz gegenüber der EU nicht benachteilige, ist für den Branchenverband deshalb umso wichtiger. Damit bei den Geschäften mit den USA «endlich wieder etwas mehr Sicherheit und Stabilität» herrsche.






