Schweizer Aktien mit deutlichen Verlusten vor Trump-Ultimatum
Der Schweizer Aktienmarkt hat am Dienstag nach einer volatilen Sitzung klar im Minus geschlossen. Überschattet wurde das Marktgeschehen vom Ultimatum von US-Präsident Donald Trump im Iran-Krieg, das er im Tagesverlauf mit weiteren drastischen Drohungen untermalte.

Der US-Präsident hatte dem Iran mit der «völligen Zerstörung» aller iranischen Kraftwerke und Brücken gedroht, falls Teheran nicht bis am frühen Mittwochmorgen um 2 Uhr Schweizer Zeit die Strasse von Hormus öffnet. Noch am Dienstagvormittag hatten viele Anleger auf einen Last-Minute-Deal gesetzt, die Zuversicht schwand aber im Tagesverlauf zusehends. So unterstrich Trump seine Drohungen noch: «Eine ganze Zivilisation wird heute Nacht untergehen, um nie wieder zurückzukehren», schrieb er auf seiner Plattform Truth Social.
Der Schweizer Leitindex SMI schloss am Dienstag um 1,48 Prozent im Minus auf 12'790,35 Punkten, nachdem er am Vormittag noch auf ein Tageshoch von 13'067 Punkten geklettert war. Auch die anderen Börsenplätze zeigten sich tiefrot: So sank der deutsche Dax um 1,1 Prozent und der britische FTSE 100 gab um 0,8 Prozent nach. Die US-Börsen notierten am Abend ebenfalls klar im Minus.
Noch immer seien die Risiken des Nahost-Krieges für die globale Konjunktur, insbesondere im Hinblick auf steigende Energiepreise und Lieferkettenstörungen, nur zum Teil eingepreist, sagte ein Marktbeobachter. Negative Signale kamen am Nachmittag zusätzlich von schwachen US-Konjunkturdaten.
Für verstärkten Abwärtsdruck am Schweizer Markt sorgten nicht zuletzt die schwachen Pharmawerte Novartis (-2,8 Prozent) und Roche (-2,1 Prozent). Die schlechte Stimmung im Pharmasektor führten Händler auf die neuen Ankündigungen der US-Regierung zu neuen Pharma-Zöllen zurück. Besser hielten sich Versicherungswerte wie Swiss Life (-0,1 Prozent) oder Swiss Re, die unverändert schlossen.






