Franken

    Schweiz unterstützt Tschechien mit knapp 77 Mio. Franken

    Im Rahmen eines heute in Prag unterzeichneten Abkommens erklärt sich die Schweiz bereit, tschechische Programme mit 76,9 Mio. Franken zu fördern.

    Karlsbrücke Prag
    Die Schweiz unterstützt Tschechien mit knapp 77 Mio. Franken. - keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Die Schweiz unterstützt Tschechien mit knapp 77 Mio. Franken.
    • Das Abkommen wurde am Donnerstag in Prag unterzeichnet.
    • Gefördert werden Forschung, Migration, Gesundheit, Tourismus und Schutz der Biodiversität.

    Die Schweiz und Tschechien ein Abkommen zur Umsetzung des zweiten Schweizer Beitrags an ausgewählte EU-Mitgliedstaaten unterzeichnet. Die Schweiz wird in Tschechien ein Programm in den Bereichen Forschung, Migration, Gesundheit, Tourismus und Schutz der Biodiversität unterstützen. Es sollen 76,9 Mio. Franken fliessen.

    Dies gab das Eidgenössische Departement für Wirtschaft, Bildung und Forschung (WBF) am Donnerstag bekannt. Das neue Kooperationsprogramm trage den aktuellen Bedürfnissen Tschechiens Rechnung, hiess es weiter. Es soll schweizerisch-tschechische Partnerschaften in Bereichen stärken, in denen die Schweiz dank Fachwissen und Erfahrung einen Mehrwert bieten könne.

    Bundesrat Guy Parmelin WBF
    Bundesrat Guy Parmelin leitet das WBF seit 2019. (Archivbild) - keystone

    Ein Schwerpunkt liege darin, in National- und Naturpärken die Touristenströme besser zu lenken. Hier sollen gemäss dem WBF mit Schweizer Knowhow nachhaltige und alternative Tourismusmodelle entworfen und umgesetzt werden. Dies trage auch dazu bei, die Biodiversität zu schützen.

    Zudem würden geplante Reformen in den Bereichen Forschungsinfrastruktur und häusliche Krankenpflege durch Schweizer Expertise unterstützt. Selbes gelte für die soziale und wirtschaftliche Integration von Migranten.

    Schweiz und Tschechien stärken bilaterale Beziehungen

    Tschechien ist ein Empfänger der beiden Schweizer Beiträge für die Verringerung der wirtschaftlichen und sozialen Ungleichheiten in der erweiterten EU. Der zweite Schweizer Beitrag an ausgewählte EU-Staaten sei eine Investition in Sicherheit, Stabilität und Wohlstand in Europa. Dies teilte das Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) weiter mit.

    Er ziele darauf ab, den Zusammenhalt zu stärken und wirtschaftliche und soziale Ungleichheiten zu verringern. Zudem gelte es, Länder zu unterstützen, die unter Migrationsdruck stehen würden.

    Mit dem Beitrag vertiefe die Schweiz zudem die bilateralen Beziehungen zu den EU-Partnerländern und zur EU als Ganzes. Tschechien ist mit einem Handelsvolumen von 5,1 Milliarden Franken der zweitwichtigste Handelspartner der Schweiz in Mittel- und Osteuropa.

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