Schweiz tauscht Finanzdaten mit 113 Staaten
Die Eidgenössische Steuerverwaltung (ESTV) hat im Jahr 2026 mit 113 Staaten Informationen zu rund vier Millionen Finanzkonten ausgetauscht. Dies geschah im Rahmen des globalen Standards zum automatischen Informationsaustausch. Neu dabei waren Georgien, Moldau und die Ukraine.

Die Schweiz führte den automatischen Informationsaustausch (AIA) mit 86 Staaten gegenseitig durch, wie die Eidgenössische Steuerverwaltung (ESTV) am Donnerstag mitteilte. Von 27 weiteren Staaten habe die Schweiz zwar Daten empfangen, jedoch keine eigenen Informationen versandt. Zum Umfang der Finanzvermögen könne die ESTV keine Angaben machen.
In 14 dieser Fälle erfüllten die Partnerstaaten die internationalen Anforderungen an die Vertraulichkeit und Datensicherheit noch nicht. Die restlichen 13 Staaten verzichteten freiwillig auf eine Datenlieferung durch die Schweiz. Mit Russland fand auch in diesem Jahr kein Datenaustausch statt, wie es weiter hiess.
Bei der ESTV seien derzeit rund 9000 meldende Finanzinstitute registriert, darunter Banken, Trusts und Versicherungen. Diese Institute sammelten die Daten und übermittelten sie an die ESTV.
Die Schweiz hat sich zur Übernahme des globalen Standards für den internationalen automatischen Informationsaustausch in Steuersachen bekannt. Die gesetzlichen Grundlagen für die Umsetzung des AIA in der Schweiz traten am 1. Januar 2017 in Kraft.
Ausgetauscht werden Identifizierungs-, Konto- und Finanzinformationen. Dazu gehören der Name, die Anschrift, der Ansässigkeitsstaat und die Steueridentifikationsnummer der Kontoinhaber. Ebenfalls übermittelt werden Angaben zum meldenden Finanzinstitut, der Kontosaldo und die Kapitaleinkommen. Dank dieser ausgetauschten Informationen können die kantonalen Steuerbehörden überprüfen, ob Steuerpflichtige ihre Finanzkonten im Ausland korrekt in der Steuererklärung deklariert haben.






