Saniertes Bad Blumenwies in St. Gallen wird erst 2028 eröffnet
Die Erneuerung und Erweiterung des Hallenbads Blumenwies in St. Gallen verzögert sich um rund ein halbes Jahr und wird teurer als geplant. Grund sind unter anderem belasteter Aushub sowie unerwartet hohe Anforderungen an den Korrosionsschutz der bestehenden Stahlkonstruktion.

Die im Sommer 2025 aufgenommenen Bauarbeiten für die Erneuerung und Erweiterung des Hallenbads Blumenwies kommen nach planmässigem Beginn ins Stottern. «Erste Verzögerungen entstanden durch den Abtrag von belastetem Aushub mit Neophyten sowie durch grössere Flächen mit asbesthaltigem Plättlikleber», schreibt die Stadt St. Gallen am Freitag in einer Mitteilung.
Gemäss dieser wurde die Erneuerung und Erweiterung des Blumenwies – gestützt auf einen Zustandsbericht vor dem Wettbewerbsverfahren – mit den bestehenden Stahlträgern und den Trapezblechen der alten Schwimmhalle geplant. Dieser Entscheid sei aus Kostengründen und Nachhaltigkeitsüberlegungen getroffen worden und habe dem damaligen Kenntnisstand entsprochen.
Wie sich im Zuge der Bauarbeiten gezeigt habe, seien «die Anforderungen an den Korrosionsschutz höher als angenommen». Einzelne Stahlteile erreichten das Ende ihrer Lebensdauer früher als ursprünglich eingeschätzt. Deshalb müssten die erforderlichen baulichen Massnahmen umgehend umgesetzt werden.
Der Rückbau und die Neubeschichtung der Stahlträger sowie der Ersatz der Trapezbleche führen laut Stadt zu Mehrkosten von 1,4 Millionen Franken, können aber dank vorhandener Reserve im Projektbudget aufgefangen werden.
Die Bauzeit verlängert sich gemäss Mitteilung von ursprünglich zwei auf rund zweieinhalb Jahre. Die Wiedereröffnung des erneuerten und erweiterten Hallenbads Blumenwies war ursprünglich für November 2027 geplant. Die Inbetriebnahme des neuen Hallenbades Blumenwies erfolgt nun gestaffelt: Vor den Sommerferien 2028 ist eine Testphase für Wassersportvereine vorgesehen. Im August 2028 ist die offizielle Wiedereröffnung für Individualgäste geplant. Dann startet mit Schuljahresbeginn 2028/29 auch das Schulschwimmen.
Während der Bauzeit könnten Badegäste auf die städtischen Freibäder, das Volksbad mit erweiterten Öffnungszeiten sowie auf umliegende Hallenbäder ausweichen. Mit dem «Winterbad Lerchenfeld» stehe auch im Winter 2026/27 zusätzlich zum Volksbad «Wasserfläche» zur Verfügung.
Die dafür eingesetzte Traglufthalle ist vom Stadtparlament allerdings nur für die beiden ursprünglich geplanten Wintersaisons bewilligt worden. Der Stadtrat will dem Stadtparlament deshalb eine dritte Saison der Traglufthalle beantragen. Dafür ist ein Nachtragskredit in der Höhe von rund einer halben Million Franken erforderlich.






