Sängerin Hendricks ruft zur Stärkung der Flüchtlingskonvention auf
Barbara Hendricks und 74 weitere Persönlichkeiten rufen zur Unterstützung der Genfer Flüchtlingskonvention auf. Anlass ist deren 75. Jubiläum.

Die US-amerikanisch-schweizerische Opernsängerin Barbara Hendricks und 74 internationale Persönlichkeiten haben einen Aufruf zur Unterstützung der Genfer Flüchtlingskonvention von 1951 gestartet. Anlass ist deren 75-jähriges Jubiläum.
Sie bekräftigten am Dienstag in Genf das Recht der Verfolgten, in einem anderen Land Sicherheit zu suchen. Diese Persönlichkeiten haben «das Versprechen» weiterverbreitet, eine Initiative, die vom Uno-Flüchtlingshochkommissar Barham Salih – ins Leben gerufen wurde. Salih war einst selbst Flüchtling. In ihrem Aufruf fordern sie, dass Flüchtlinge in das gesellschaftliche Leben einbezogen werden.
Zudem müssten diese Menschen schnell Lösungen erhalten, sei es in einem neuen Land oder durch eine sichere Rückkehr in ihr Herkunftsland. Alle Akteure sollen demnach zusammenarbeiten – von den Behörden über die Gemeinden bis hin zum privaten Sektor, den internationalen Institutionen und der Zivilgesellschaft.
Neben Hendricks und Salih gehören zu ihnen mehrere Friedensnobelpreisträger wie Nadia Murad oder Denis Mukwege, die Schauspielerinnen Cate Blanchett und Angelina Jolie, Sportler sowie Wissenschaftler. Diese Koalition soll bis zum nächsten Weltflüchtlingsforum im Jahr 2027 weiter gestärkt werden.
«Die Flüchtlingskonvention hat seit Jahrzehnten Millionen von Menschen gerettet; sie betrifft die Grundlagen unserer gemeinsamen Menschlichkeit», so Salih. Seiner Ansicht nach muss das Versprechen eingehalten werden, Menschen, die zur Flucht gezwungen sind, «für die kommenden Generationen» zu schützen.
Weltweit sind nach wie vor mehr als 41 Millionen Flüchtlinge gewaltsam vertrieben. Die Konvention gibt den Staaten einen Rahmen, um auf die Herausforderungen zu reagieren und gleichzeitig Sicherheit zu gewährleisten, und legt fest, wer als Flüchtling anzusehen ist. Dem Asylwesen mangle es jedoch an Ressourcen, bedauerte auch das Uno-Flüchtlingshilfswerk (UNHCR).








