Rotes Kreuz: Welt ist auf nächste Pandemie nicht vorbereitet

    Keystone-SDA
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    Genève,

    Das Rote Kreuz warnt, eine nächste Pandemie könnte «schon bald bevorstehen». Doch die Welt sei auch drei Jahre nach Corona nicht darauf vorbereitet.

    Coronavirus Niall Ferguson
    Coronavirus: Medizinisches Personal arbeitet auf der Intensivstation eines Schweizer Spitals. - dpa

    Das Wichtigste in Kürze

    • Nach Ansicht des Roten Kreuzes ist die Welt nicht genug für künftige Pandemien gerüstet.
    • Das Vertrauen der Bevölkerung in Impfungen und Massnahmen müsse ausgebaut werden.
    • Ebenso wichtig: die faire globale Verteilung von Impfstoffen und Medizin.

    Die Welt ist aus Sicht des Roten Kreuzes auch drei Jahre nach Ausbruch des Coronavirus noch nicht ausreichend für mögliche künftige Pandemien gerüstet.

    «Eine nächste Pandemie könnte schon bald bevorstehen», warnte der Generalsekretär der Internationalen Föderation der Rotkreuz- und Rothalbmond-Gesellschaften (IFRC), Jagan Chapagain, am Montag in Genf. «Wenn die Erfahrungen mit Covid-19 nicht unsere Vorbereitungen beschleunigen, was dann?», fragte er.

    Grösster Todesschub seit Zweitem Weltkrieg

    Laut aktuellen Zahlen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sind mindestens 6,8 Millionen Menschen im Zusammenhang mit Covid-19 gestorben. Das Rote Kreuz wies in seinem globalen Katastrophen-Bericht darauf hin, dass die Pandemie den grössten Todesschub seit dem Zweiten Weltkrieg ausgelöst habe.

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    Das Coronavirus verbreitete sich schnell auf der ganzen Welt. (Symbolbild) - dpa

    Die Zahl der jährlichen Krankheitsausbrüche hat sich laut dem Bericht zwischen den frühen 1980er Jahren und den späten 2000ern verdreifacht. Das habe mit steigender Bevölkerungsdichte, zunehmendem Flugverkehr und dem Heranrücken von menschlichen Siedlungen an natürliche Lebensräume zu tun, hiess es.

    Vertrauen der Bevölkerung nötig

    Um für künftige Pandemien gewappnet zu sein, müsse das Vertrauen der Bevölkerung in Impfungen und Gesundheitsmassnahmen ausgebaut werden, forderte Chapagain. Die faire globale Verteilung von Impfstoffen und Medizin sowie lokale Gesundheitsmassnahmen auf Gemeindeebene seien ebenso wichtig.

    Abgesehen von Corona zählte das Rote Kreuz 433 Katastrophenfälle im Jahr 2020 mit etwa 15'400 Toten und 529 Katastrophen im Jahr 2021 mit 14'600 Toten. In beiden Jahren standen jeweils mehr als 300 Ereignisse im Zusammenhang mit Klima und Wetter, wie es hiess.

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