Raphael Golta ist neuer Zürcher Stadtpräsident

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Zürich,

Raphael Golta ist neuer Stadtpräsident von Zürich. Er ist am Sonntag als einziger Kandidat im zweiten Wahlgang angetreten. Die Stimmbeteiligung lag entsprechend tief.

Golta
Raphael Golta ist neuer Stadtpräsident von Zürich. - keystone

Golta erhielt 41'098 Stimmen. 9481 weitere Stimmen gingen an Vereinzelte, wie die Stadt Zürich am Sonntag auf ihrer Webseite bekanntgab. Die Wahlbeteiligung lag bei tiefen 23,5 Prozent, was angesichts der spannungslosen Ausgangslage nicht überraschte.

Golta ist seit 12 Jahren im Stadtrat, wo er bisher das Sozialdepartement leitete. Er studierte Publizistik, Informatik und Volkswirtschaftslehre an der Universität Zürich. Bis zu seiner Wahl in den Stadtrat arbeitete er unter anderem als Softwareentwickler und Account Manager.

Das Präsidium der grössten Schweizer Stadt bleibt somit in sozialdemokratischer Hand. Golta folgt auf Corine Mauch, die 17 Jahre lang Stadtpräsidentin war. Zuvor standen Elmar Ledergerber und Josef Estermann an der Spitze des Zürcher Stadtrats. Der letzte Nicht-SP-ler war bis 1990 Thomas Wagner (FDP).

Trotz nur einer offiziellen Kandidatur gingen in gewissen Kreisen einige Stimmen an andere Personen. Im bürgerlich geprägten Wahlkreis 7 und 8 waren es 25 Prozent, im Kreis 1 und 2 noch 22 Prozent.

Im ersten Wahlgang am 8. März setzte sich der 50-jährige Golta deutlich von der Konkurrenz ab. Er erzielte 54'832 Stimmen, verfehlte das absolute Mehr von 57'562 Stimmen jedoch um 2'730 Stimmen.

Sein stärkster Herausforderer, FDP-Kandidat Përparim Avdili, erreichte 28'053 Stimmen. Da er den Einzug in die Stadtregierung verpasste, konnte er im zweiten Wahlgang nicht mehr antreten.

Andere gewählte Stadtratsmitglieder, etwa FDP-Kollege Michael Baumer, verzichteten auf eine Kandidatur. Damit blieb Golta der einzige offizielle Kandidat. Abgegebene Stimmen zählten nur, wenn die Stimmberechtigten den Namen eines gewählten Stadtratmitglieds aufschrieben.

Offen ist in Zürich noch die Departementsverteilung im Stadtrat. Diese erfolgt am 27. Mai. Linke Politikerinnen und Politiker haben bereits gefordert, Baumer das Departement der Industriellen Betriebe wegzunehmen. Vier Stadträtinnen und Stadträte gehören der SP an, drei den Grünen, einer der GLP und einer der FDP.

Kommentare

User #5329 (nicht angemeldet)

Der Freipass der "Demolanten" ist gesichert....

User #2172 (nicht angemeldet)

Armes Zürich, leider war kein zweiter Konkurrenz da, so dass es nur einer gibt und zwar Golta👎Zürich ist dem Untergang geweiht und es werden immer mehr kleine Geschäfte zu gehen(30Zone und Parkplatz verschwinden) Schade🫣

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