Pro Natura hat Biotope für gefährdete Gelbbauchunken angelegt

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    Grenchen,

    Pro Natura hat Biotope für die gefährdete Gelbbauchunke angelegt. Die Amphibien scheinen das neue Terrain dankend anzunehmen.

    Die Gelbbauchunke wurde 2014 wegen der wachsenden Bedrohung zum «Lurch des Jahres» gewählt. Pro Natura machte jetzt Nägel mit Köpfen und gestaltete im Mittelland spezifisch auf diese Amphibie zugeschnittene Tümpel. Die Tiere haben das Angebot dankbar angenommen und die Paradiese bezogen. (Archiv)
    Die Gelbbauchunke wurde 2014 wegen der wachsenden Bedrohung zum «Lurch des Jahres» gewählt. Pro Natura machte jetzt Nägel mit Köpfen und gestaltete im Mittelland spezifisch auf diese Amphibie zugeschnittene Tümpel. Die Tiere haben das Angebot dankbar angenommen und die Paradiese bezogen. (Archiv) - sda - Keystone/APA/BENNY TRAPP

    Das mit Strommasten überstellte Gelände, das von AKW und Wasserkraftwerk Mühleberg ausgeht, war zu nichts zu gebrauchen. Nun hat Pro Natura zwischen Betonsockeln zehn Tümpel angelegt. Sie sind speziell auf die Bedürfnisse der gefährdeten Gelbbauchunken zugeschnitten.

    Die Amphibien nehmen das Angebot offenbar dankbar an: Erste Exemplare seien diesen Sommer bereits gesichtet worden, berichtete Pro Natura am Freitag.

    Gelbbauchunke
    Eine Gelbbauchunke vor ihrem Aussetzen in einem Steinbruch. Foto: Peter Steffen - dpa-infocom GmbH

    Die Gelbbauchunke benötigt flache, kleine Laichgewässer, wo sich das Wasser schnell erwärmt. Gleichzeitig müssen ihre Tümpel aber auch regelmässig austrocknen, damit das Tier vor seinen Fressfeinden wie Fischen oder der Libellenlarve gefeit ist. Schliesslich braucht die Gelbbauchunke für den Rest des Jahres Verstecke in Holzhaufen, lockerem Waldboden oder dichter Vegetation. Das alles wurde in den zehn Paradieschen im Gebiet Mühleberg/Gümmenen/Laupen berücksichtigt.

    Gelbbauchunke
    Die Kreuzkröte und die Gelbbauchunke sind in der Schweiz stark gefährdet. - Keystone

    Den Unterhalt der neuen kleinen Amphibienhabitate teilen sich Pro Natura Berner Mittelland und die jeweiligen Bewirtschafter der landwirtschaftlichen Flächen. «Pro Natura freut sich sehr über den Erfolg dieses Pilotprojektes und hofft, auch in anderen Regionen des Schweizer Mittellandes ähnliche Lebensräume für die Gelbbauchunke schaffen zu können», teilte die älteste Naturschutz-Organisation der Schweiz mit.

    Das Wichtigste in Kürze

    • Pro Natura hat Biotope für die gefährdete Gelbbauchunke angelegt
    • Die Amphibien nehmen das Angebot offenbar dankbar an.

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