Pride in St. Gallen setzt ein Zeichen für Vielfalt

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Stadt St. Gallen,

Mehr als 2000 Menschen demonstrieren für Liebe und Vielfalt in St. Gallen.

Pride in St. Gallen
Pride in St. Gallen, aufgenommen am 30. August 2025. - keystone

Mehr als 2000 Menschen nahmen am Samstagnachmittag an der nach 2023 zweiten Pride in St. Gallen teil. Die Kundgebung, die mit einem Demonstrationszug durch die St. Galler Innenstadt begann, stand unter dem Motto «Liebe kennt keine Grenzen, Vielfalt keine Mauern». Auf Transparenten stand etwa «Liebe ist nicht politisch», «Queer sein ist schön» oder «Wir nehmen uns den Platz, der uns schon immer zustand».

Zu Beginn des Demonstrationszugs nahmen rund 1200 Menschen teil, auf der Route durch die Altstadtgassen wurde der Zug aber immer länger. Schliesslich dürfte es über 2000 gewesen sein, die das Festivalareal im St. Leonhardspark erreichten.

Dort begann das Fest mit verschiedenen Reden.

Pride soll Tradition werden

Die Pride wolle zu einer Tradition werden, auf die die Stadt stolz sein könne, sagte eine der Organisatorinnen.

In eine Regenbogen-Pelerine gehüllt sagte die St. Galler Stadtpräsidentin Maria Pappa (SP), sie «zeige Flagge als Privatperson – aber auch als Stadtpräsidentin». Die Pride sei mehr als ein Fest, auch mehr als eine Demonstration. Sie sei «ein Zeichen für Vielfalt und Sichtbarkeit».

Maria Pappa Stadtpräsidentin
Maria Pappa (SP) ist die St. Galler Stadtpräsidentin. (Archivbild) - keystone

Pappa verteidigte den Entscheid des Stadtrats, dass in der Altstadt zur Pride keine Beflaggung zu sehen war und verwies auf ein Reglement, das dies für politische Botschaften untersage. Die Organisatorinnen und Organisatoren der Pride hatten im Vorfeld das Fehlen der Regenbogenfahnen kritisiert und dabei auf das Beispiel anderer Städte verwiesen.

Die Teilnehmenden wollten mit der Veranstaltung, der Pride, ein Zeichen setzen für Gleichstellung, die Sichtbarkeit von queeren Menschen und für gesellschaftlichen Zusammenhalt. Mit queer werden Orientierungen bezeichnet, die nicht heterosexuell sind.

Kommentare

User #3157 (nicht angemeldet)

2000 von 8.8 Millionen Menschen haben mitgeliebt. Wow, das sollte jeden überzeugen ... 🤣🤣🤣

User #4891 (nicht angemeldet)

Es wäre ganz einfach: Behandle jeden wie du es für dich selbst erwartest; Respekt. Wir alle sind Menschen und haben Gefühle, deshalb, verletzt und greift niemals die Würde eines Menschen an. Es ist traurig, wie viel Hass Menschen, die in irgendeiner Form anders sind, nach wie vor jeden Tag sogar in der Schweiz erleben müssen und wie viele das völlig in Ordnung finden. Hass aktiv gegenüber anderen Menschen auszuleben ist nie okay und ein Zeichen für Schwäche, Unreife und sehr engen geistigen Horizont. Viele sehen sich nach Einschätzung ihrer Interessenverbände zunehmend Anfeindungen ausgesetzt. »Das gesellschaftliche Klima gegen queere Menschen hat sich im vergangenen Jahr noch mal deutlich verschärft«, sagte Mara Geri vom Bundesvorstand des Lesben- und Schwulenverbands zum Tag gegen Homophobie. Schon seit Jahren steige die Zahl der Übergriffe aus der Rechten Szene.

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