Gestern stürzte beim Alpstein eine Cessna ab. Die Polizei geht davon aus, dass der 63-jährige italienische Pilot allein an Bord war. Die Bergung ist schwierig.
Das Wrack der Cessna liegt in unzugänglichem Gelände. - Nau.ch / Drone-Air-Media.ch

Das Wichtigste in Kürze

  • Im Gebiet des Alpsteins stürzte gestern Mittag ein Kleinflugzeug ab.
  • Die Einsatzkräfte rechnen nicht mit Überlebenden.
  • Beim Piloten handelt es sich um einen 63-jährigen Italiener, der alleine unterwegs war.

Am Mittwoch wurde kurz nach Mittag ein Kleinflugzeug im Gebiet des Alpsteins als vermisst gemeldet. Wie sich herausstellte, war dieses dort abgestürzt. Die Fundstelle befindet sich im Bereich Grüehorn auf rund 1700 Meter über Meer.

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Das abgestürzte Flugzeug. - Kapo SG

Da die Stelle auf dem Kantonsgebiet von St.Gallen liegt, hat die dortige Kantonspolizei den Fall übernommen. «Wir müssen davon ausgehen, dass man hier keine Überlebenschancen hatte, wenn man in diesem Flieger sass». Das sagte der Mediensprecher Hans-Peter Krüsi am Mittwoch in Bezug auf die Bilder des Wracks.

Wetter erschwert Bergung am Alpstein massiv

Heute liefert die Kapo weitere Details zum Flugzeug-Absturz. Sie geht davon aus, dass der Pilot der einzige Insasse der Cessna gewesen sei. Dieser werde weiter vermisst. Der 63-jährige Italiener war vom Flugplatz Siegen in Norddeutschland in Richtung Italien gestartet.

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Das Wrack der Cessna liegt in unzugänglichem Gelände. - Drone-Air-Media / Nau.ch

Wegen des hohen Steinschlag-Risikos und dem einsetzenden Schneefall werden vorerst keine Einsatzkräfte direkt zum Wrack gebracht. Die Trümmerteile seien nahe einer Alp ausgemacht worden. Die Unfallstelle sei auf «mehrere hundert Meter» verteilt.

Die Suche nach dem Piloten des abgestürzten Kleinflugzeugs wird fortgesetzt. Der Nebel erschwert jedoch die Arbeit. Zudem ist das Gebiet sehr steil und mit Schnee bedeckt.

Hanspeter Krüsi von der Kantonspolizei St. Gallen orientiert über die Such- und Bergungsaktion des abgestürzten Flugobjekts in Nesslau SG. - Nau.ch / Drone-Air-Media.ch

Wann die Trümmerteile geborgen werden können, bleibt daher zunächst unklar. Es sei aus Sicherheitsgründen zum jetzigen Zeitpunkt nicht möglich, eine Person bei der Absturzstelle abzusetzen.

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Die Übersicht zum Flugunfall.
Feldstecher
Die Absturzstelle durch den Feldstecher betrachtet.
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Hier liegt das Flugzeug.

Wie bei Flugunfällen üblich, wird die Untersuchung unter der Leitung der Bundesanwaltschaft geführt. Über 100 Einsatzkräfte stehen insgesamt im Einsatz, darunter auch die SUST, die Rega, die Alpine Rettung sowie die Armee.

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