Wegen der Corona-Pandemie haben Physiotherapeuten Umsatzeinbussen erlitten. Der Physioswiss-Verband fordert eine zusätzliche Aufwandpauschale pro Fall.
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Physiotherapeutinnen und Physiotherapeuten fordern eine zusätzliche Aufwandpauschale pro Behandlung aufgrund der Corona-bedingten Schutzmassnahmen. (Archivbild) - sda - KEYSTONE/GAETAN BALLY

Das Wichtigste in Kürze

  • Wegen Corona konnten weniger physiotherapeutische Behandlungen durchgeführt werden.
  • Dementsprechend erlitten die Physiotherapeutinnen und Physiotherapeuten Umsatzeinbussen.
  • Der Verband Physioswiss fordert eine zusätzliche Aufwandpauschale pro Fall.

Physiotherapeutinnen und Physiotherapeuten haben in der Corona-Pandemie massive Umsatzeinbussen erlitten. Der Verband Physioswiss fordert eine zusätzliche Aufwandpauschale von 3.95 Franken mehr pro Behandlung für notwendige Schutzmassnahmen.

Im vergangenen Jahr seien weit weniger physiotherapeutische Behandlungen durchgeführt worden als in vergleichbaren Zeiträumen. Das schreibt Physioswiss in einer Mitteilung vom Mittwoch. Der erste Lockdown habe Umsatzeinbussen von bis zu 100 Prozent verursacht.

Schwierige finanzielle Lage

Von Januar bis September 2020 sind Physiotherapeutinnen durch die obligatorische Krankenpflegeversicherung vergüteten Bereich rund 95 Millionen Franken an Erträgen entgangen. Auslastung und Erträge seien zudem bis heute nicht auf dem Vor-Pandemie-Niveau und würden es auch noch lange nicht sein.

Laut Mirjam Stauffer, der Präsidentin von Physioswiss, befinden sich deshalb viele Mitglieder in einer schwierigen finanziellen Lage. Schon vor der Pandemie hätten viele Praxen aufgrund einer veralteten Tarifstruktur und der nicht kostendeckenden Vergütung keine Rücklagen bilden können.

Mehraufwand für Schutzvorkehrungen wird nicht entschädigt

Kritik übt der Verband auch daran, das der materielle Mehraufwand für Schutzvorkehrungen nicht zusätzlich entschädigt wird. Diesen Mehraufwand für etwa Desinfektion oder Instruktionen wird auf durchschnittlich 14'000 Franken pro Vollzeitäquivalent und Jahr beziffert.

Desinfektionsmittel
Ein Spender mit Desinfektionsmittel. - AFP/Archiv

Physioswiss fordert die Einführung einer neuen Tarifposition «Schutzmassnahmenpauschale» für die temporäre Übernahme der anfallenden Kosten.

«Ohne stichhaltige Begründung» lehne jedoch das Bundesamt für Gesundheit die Gewährung einer Aufwandpauschale von 3.95 Franken mehr pro Behandlung für Schutzmassnahmen bis jetzt ab.

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