Parahotellerie nach gutem Start ins Jahr mit Einbruch im März

    Keystone-SDA
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    Neuchâtel,

    Jugis und Campingplätze haben im März aufgrund der Corona-Krise einen starken Einbruch an Übernachtungen hinnehmen müssen. Besserung ist aber bereits in Sicht.

    Jugendherberge
    In den Schweizer Jugendherbergen etwa stieg die Zahl der Logiernächte um 2,9 Prozent. (Symbolbild) - keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Im ersten Quartal 2020 verzeichnet die Parahotellerie einen Einbruch der Logiernächte.
    • Im Vergleich zur Vorjahresperiode entspricht der Rückgang knapp sechs Prozent.

    Die Schweizer Parahotellerie mit Ferienwohnungen und Jugendherbergen und Camping hat im ersten Quartal 2020 weniger Logiernächte verzeichnet. Nachdem das Jahr noch vielversprechend angefangen hatte, folgte im März mit der Coronapandemie der grosse Tourismus-Einbruch.

    Im ersten Quartal 2020 verzeichnete die Parahotellerie in der Schweiz knapp 4,4 Millionen Logiernächte. Das sind etwa 6 Prozent weniger als noch im Vorjahr, wie den am Montag veröffentlichten provisorischen Zahlen des Bundesamts für Statistik zu entnehmen ist. Dabei hatte das Jahr für die Branche noch ausserordentlich gut angefangen. Im Januar und Februar fuhr sie das zweitbeste Ergebnis seit knapp dreissig Jahren ein.

    Ferienwohnung
    Sind besonders beliebt: Ferienwohnungen im Graubünden. - Keystone

    Den drastischsten Rückgang mussten die Jugendherbergen hinnehmen. Im März registrierten sie noch 224'000 Übernachtungen. Vergangenes Jahr waren es im selben Monat noch mehr als doppelt so viele gewesen.

    Bei der Anzahl Gästen betrug das Minus im März sogar über 60 Prozent. Das führte dazu, dass die sogenannten Kollektivunterkünfte mit 1,3 Millionen Logiernächten im ersten Quartal gegenüber Vorjahr einen Einbruch um 14 Prozent erlitten.

    Bei den kommerziellen Ferienwohnungen zeigte sich der Rückgang etwas weniger stark, doch auch sie verzeichneten mit 450'000 Übernachtungen beinahe eine Halbierung der Übernachtungszahlen im März. Betrachtet man nur die Gästezahlen, kamen sogar fast zwei Drittel weniger in Schweizer Ferienwohnungen an.

    Campingplätze wieder gefragt

    Auch die Campingplätze registrierten im März nur noch knapp halb so viele Übernachtungen und zwei Drittel weniger Gäste als im Vorjahr. Sie konnten jedoch auf besonders starke Vormonate Januar und Februar zurückblicken. Deshalb resultierte unter dem Strich ein Quartalsplus bei den Logiernächten von knapp 3,4 Prozent.

    Allein im Januar verzeichneten sie 10'000 mehr Übernachtungen als im Vorjahr, im Februar waren es sogar rund 16'000 mehr.

    Sommer Campingplätze Coronavirus
    Ein Campingplatz. (Symbolbild) - dpa

    Über das gesamte Jahr hinweg dürfte die Coronakrise beim Camping für einen Verlust von 500'000 Übernachtungen führen, wie der Verband Swisscamps ermittelt hatte. Beim grössten Campingbetreiber der Schweiz, dem TCS, brachen die Logiernächte zwischen Januar und April um ganze 90 Prozent ein.

    Aktuell verzeichnen die Campingplätze nach der neunwöchigen Schliessung allerdings wieder rekordhohe Buchungszahlen. Das dürfte auch damit zu tun haben, dass viele Schweizer wegen der nach wie vor aktuellen Beschränkungen in vielen Ländern und der angekündigten Quarantäneanordnung bei Einreisen aus 42 Ländern, darunter auch aus beliebten Reisezielen wie den USA, die Malediven oder die Dominikanische Republik, diesen Sommer im Inland Ferien machen.

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