Ostschweizer Polizeien jagen nächste Verbrecherwelle!
Die Ostschweizer Polizeien kämpfen gegen die nächste Verbrecherwelle an. Autodiebstähle aus Geschäften und Garagen sind nach wie vor ein Thema.

Das Wichtigste in Kürze
- Die Ostschweizer Polizeikorps jagen die nächste Verbrecherwelle.
- Es wird eine Zunahme bei den Vermögensdelikten festgestellt.
- Auch die Autodiebstähle aus Auto-Verkaufsgeschäften und Garagen durch junge Franzosen finden eine Fortsetzung.
Die Ostschweizer Polizeikorps erleben eine Zunahme bei den Vermögensdelikten trotz häufiger Warnungen und Bekanntgabe von Verhaltensregeln. Immerhin konnten in vielen Fällen durch sofortiges Eingreifen grosse materielle Schädigungen mit alten Mustern verhindert werden.
So behauptete ein Russe bei einem Telefonat ab Festnetz mit einem betagten Mann, Mitarbeiter der Schweizerischen Nationalbank zu sein. Er gab an, es seien ab seinem Konto unrechtmässige Bezüge getätigt worden und es müsse ein Betrag von 50'000 Franken sichergestellt werden.
Der Geschädigte hob das Geld ab und übergab es auf dem Parkplatz vor seiner Liegenschaft einem angeblichen Agenten der Polizei, der eine gefälschte Quittung aushändigte.
Zwei Wochen später wurde ein weiterer Betagter unter dem genau gleichen Vorwand kontaktiert, was auch auf denselben Täter hindeutete. Der Angerufene wandte sich richtigerweise sofort an die Polizei, die eine fingierte Übergabe organisierte.
Der Täter konnte verhaftet werden und gab zu, die 50'000 Franken vom ersten Fall entgegengenommen zu haben. Er wollte das Geld einer unbekannten Person in Zürich übergeben haben.

Auch die Autodiebstähle aus Auto-Verkaufsgeschäften und Garagen durch junge Franzosen, die im Auftrag von Hintermännern handeln, finden eine Fortsetzung.
In einem neuen Fall beobachtete der Geschäftsinhaber einen Mann, der seinen Betrieb erkundete. Er verständigte sofort die Polizei, worauf der Verdächtige in der Nähe der Garage angehalten und vorläufig festgenommen werden konnte. Er hatte ein Zugticket bei sich.
Auch junge Einbrecher aus der Schweiz sind neuerdings unterwegs. Ein Trio drang ins Schwimmbad Goldach ein, zwei Burschen konnten sofort verhaftet werden. Der Dritte wurde wenig später von der Rottweiler Polizeihündin Viva aufgespürt und gestellt.
Einbruchwerkzeuge sichergestellt
Aufgrund von Zollkontrollen konnten diverse mutmassliche Täter von der Polizei überprüft werden. Ein 50-jähriger ungarischer Lastwagenfahrer hatte neben anderen Einbruchwerkzeugen einen Wanzendetektor, einen Störsender und einen Bolzenschneider bei sich. Seine Person weist in Deutschland diverse Einträge wegen Fahrrad-Diebstählen aus.
Drei Rumänen hatten Bolzenschneider, ein anderes Trio aus dem gleichen Land hatte einen präparierten Metalldraht mit Haltegriff bei sich. Ein Russe trug einen Rucksack vollgepackt mit Einbruchwerkzeugen auf sich und zeigte gefälschte Ausweise.

Alle diese Personen mit Einbruchwerkzeugen mussten nach den polizeilichen Einvernahmen wieder auf freien Fuss gesetzt werden, weil die Verdachtsmomente für eine Inhaftierung rechtlich nicht genügen.
Die Polizei warnt aber gezielt und ermittelt durch Ausschreibungen weitere mögliche Tatbestände, die dann eine Inhaftierung und eine Verurteilung ermöglichen.
Benzinbettler und Ladendiebe
Auch Benzinbettler und Täter aus Nordafrika, die sich auf Diebstähle aus Autos spezialisiert haben, sind erneut in der Region St. Gallen unterwegs.
Es ist auch diesbezüglich grosse Vorsicht angebracht. Die Polizeikorps werden auch wieder am Laufmeter zu Ladendiebstählen gerufen und warnen mit Bildern von Video-Aufnahmen.
Eine Diebin in Heiden AR hatte gleich vier Einkaufswagen, vollgefüllt mit Waren, gestohlen. In einem Bijouteriegeschäft stahl ein Unbekannter mit einem Ablenkungstrick zwei wertvolle Uhren.
Hinweis
Dieser Artikel ist zuerst in den «St. Galler Nachrichten» erschienen.








