Offizierskomitee für EU Waffenrecht wächst

    Nadine Brügger
    Nadine Brügger

    Bern,

    Die Offiziere fürchten das EU-Waffengesetz könnte ihre Rechte beschneiden. Darum beschlossen sie die Nein-Parole. Das allerdings stösst auf Widerstand.

    Waffen Armee Sturmgewehr 90
    Sturmgewehre 90 der Schweizer Armee: Die Waffe ist immer als geladen zu betrachten. - keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Die Schweizer Offiziersgesellschaft hat die Nein-Parole für das EU-Waffengesetz gefasst.
    • Weil nicht alle Offiziere einverstanden sind, wollen sei ein Alternativ-Komitee gründen.
    • Unterstützung gibt es jetzt aus der FDP International.

    Die Schweizerische Offiziersgesellschaft hat einen heftig diskutierten Entscheid gefällt: Sie will ein «Nein» zum EU-Waffengestz.

    Das hat nicht nur über die Armee-Grenze hinaus Wellen geschlagen. Auch in den eigenen Reihen regte sich Widerstand.

    Pascal Vuichard der Schweizer Armee
    Pascal Vuichard ist Vize-Präsident der GLP Schweiz und selbst Offizier der Schweizer Armee. - Keystone

    «Das Nein zum Waffengesetz ist auch ein Nein zu Schengen. Das kann ich schlicht nicht nachvollziehen. Dieser Entscheid ist ein absolutes No-Go», sagte Pascal Vuichard, Vize-Präsident der GLP Schweiz und selber Offizier, zu Nau.

    Kurzerhand beschloss er, ein Alternativ-Komitee zu gründen. Sicherheitspolitische Fragen und gute Beziehungen mit der EU seien dabei die Schwerpunkte.

    FDP für alternatives Offiziers-Komitee

    Bisher hatte sich vor allem Unterstützung aus den eigenen Reihen geregt. Nun sprach sich auch Roger Kölbener, Präsident der FDP International, klar für die EU-freundliche Alternative aus.

    «Als Major und Präsident der FDP International, habe ich mich mit SR Dittli und @PVuichard aus dem Off-Komitee für ein JA zum #waffenrecht angeschlossen. Ordonanzwaffen / Armee ist nicht betroffen, Mitgliedschaft bei Schengen für die Sicherheit der CH ist unabdingbar. #Lagebeurteilung», schreibt er auf Twitter.

    Damit kommt Komitee-Gründer Vuichard seinem Ziel, ein möglichst parteiübergreifendes Komitee auf die Beine zu stellen, einen Schritt näher.

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