Das Archiv Jura Brüschweiler hat ein neues Referenzzentrum zur Förderung von Leben und Werk des Malers Ferdinand Hodler (1853-1918) gegründet. Das Archiv fasst damit seine bisherige Aufgabe weiter.
Ferdinand Hodler (1853-1918).
Ferdinand Hodler (1853-1918). - Keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Ziel des neuen Ferdinand-Hodler-Instituts sei, das Leben und das Werk von Ferdinand Hodler zu bewahren, zu erforschen und zu fördern, schrieb die Institutsleitung am Montag in einer Mitteilung.

Darum hat sich bis anhin das Archiv Jura Brüschweiler gekümmert, das über mehr als 85'000 Objekte verfügt: Skizzen, Fotos, Zeitungsausschnitte, Manuskripte, Briefe und persönliche Gegenstände des Schweizer Malers Hodler.

Doch nun, mit der Gründung des neuen Instituts wird diese bisherige Aufgabe weiter gefasst. Es soll ein Referenzzentrum für Ferdinand Hodler entstehen. Das gesamte Wissen über den Maler und seine Zeit solle gebündelt werden, heisst es in der Mitteilung.

In Zusammenarbeit mit anderen kulturellen Akteuren will das Institut Hodlers Werk breit zugänglich machen, dank der neuen Technologien auch digital. Den derzeitigen Ausstellungen in Berlin und La Chaux-de-Fonds sollen weitere in der Schweiz und im Ausland folgen. Und: Für die kommenden Monate sind mehrere Publikationen geplant.

Das Forschungsteam arbeitet an der Veröffentlichung der gesamten Korrespondenz Hodlers. Das Projekt wurde 2016 gestartet, es basiert auf 20 Jahren Forschung des Archivs Jura Brüschweiler und umfasst ein Korpus von mehr als 2300 Briefen. Eine fünfbändige Publikation ist für März 2023 geplant, zum 170. Geburtstag des in Bern geborenen und in Genf verstorbenen Malers Hodler.

Das Ferdinand-Hodler-Institut beschäftigt neun Mitarbeitende, geleitet wird es von Niklaus Manuel Güdel, Direktor des Archivs Jura Brüschweiler. Der Bestand des Archivs wurde vom 2013 verstorbenen Schweizer Kunsthistoriker Jura Brüschweiler zusammengetragen, der als der bedeutendste Kenner des Malers Ferdinand Hodler gilt. Das Archiv hat seinen Sitz in in Genf und Delsberg.

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