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    Nestlé-Rückruf von Babynahrung weitet sich auf weitere Länder aus

    Keystone-SDA
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    Nun sollen 50 Länder betroffen sein. Babynahrung von Nestlé könnte mit Gift belastet sein.

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    Bei Nestlé weitet sich die weltumspannende Rückrufaktion von Babynahrung aus. (Symbolbild) - sda

    Das Wichtigste in Kürze

    • Der Nestlé-Rückruf von Babynahrung weitet sich auf 50 Länder aus.
    • Die Säuglingsnahrung könnte mit Gift belastet sein.
    • Dem Unternehmen droht durch den Skandal ein grosser Image-Schaden.

    Bei Nestlé weitet sich die weltumspannende Rückrufaktion von Babynahrung aus. Waren vor wenigen Tagen laut dem Nahrungsmittelkonzern gut 30 Länder davon betroffen, sind es nach neuesten Angaben am Donnerstagmorgen nun mindestens 50.

    In Lateinamerika, Asien, Afrika und dem Nahen Osten ruft Nestlé in grossen Märkten wie Brasilien, Chile, China, Ägypten, Katar, Saudi-Arabien und den Vereinigten Arabischen Emiraten Babynahrung-Chargen zurück.

    Betroffen sind neu auch Australien und Neuseeland.

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    Am Montag hatte Nestlé bekannt gegeben, Säuglingsnahrung, die mit Gift belastet sein könnte, zurückzurufen. (Archivbild) - keystone

    In Europa erfolgten Rückrufe in bislang mindestens 27 Märkten. Für die USA und Kanada wurde dagegen bislang kein Rückruf angeordnet.

    Am Montag hatte Nestlé bekannt gegeben, Säuglingsnahrung, die mit Gift belastet sein könnte, zurückzurufen. Betroffen sind die bekannte Marke Beba sowie Spezialprodukte wie Alfamino.

    Eltern wurden von Nestlé dazu aufgefordert, die Produkte aus bestimmten Chargen nicht mehr zu verwenden und im Handel zurückzugeben.

    Es droht ein Image-Schaden

    Nach wie vor geht Nestlé laut den auf einer eigens eingerichteten Webseite zum Vorfall davon aus, dass sich die finanziellen Folgen in Grenzen halten dürften.

    Der Rückruf mache deutlich weniger als 0,5 Prozent des Jahresumsatzes des Lebensmittelkonzerns aus, heisst es dazu nach wie vor.

    Grösser dürfte der Image-Schaden sein. Sollten sich die Bedenken der Konsumenten hinsichtlich der Produkt- und Markensicherheit hinziehen, könne dies hohe Umsatzverluste auslösen, hiess es in einem Kommentar der Investmentbank Jefferies. Konkurrenten wie Danone könnten davon profitieren.

    babynahrung
    50 Länder sollen nun vom Rückruf der Babynahrung betroffen sein. (Symbolbild) - Pixabay

    Der massive Produktrückruf berge Reputationsrisiken, glaubt auch Jean-Philippe Bertschy von der Bank Vontobel. Auch wenn noch keine Erkrankungen bekannt seien, hinterlasse der Fall einen «bitteren Nachgeschmack», vor allem was die Kommunikation angehe.

    Die Erwartungen an die neue Unternehmensführung unter CEO Philipp Navratil seien, auch was die Kommunikation betrifft, hoch.

    Sobald das Ausmass des Rückrufs bekannt sei, müsse Nestlé umfassend und klar dazu informieren, um Vertrauen zurückgewinnen zu können, so der Vontobel-Analyst.

    Volle Transparenz gefordert

    Kritik erntet Nestlé auch von der Konsumentenschutzorganisation Foodwatch, die davon ausgeht, dass rund 60 Länder und mehr als 800 Produkte aus über zehn Nestlé-Werken von der Aktion betroffen sind.

    Nestlé und die zuständigen Behörden hätten teilweise Wochen zugewartet, bis über die Probleme informiert worden sei.

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    Noch seien viele Fragen zu diesem «Skandal» offen, so die NGO weiter. Etwa zum erstmaligen Zeitpunkt des Auftretens der Kontamination oder auch zu den von den Problemen betroffenen Produktionswerken.

    Es brauche volle Transparenz, forderte Foodwatch in einer Stellungnahme.

    Nestlé selber nahm am Donnerstag auf Nachfrage der Nachrichtenagentur AWP zum möglichen Image-Schaden und zu Fragen zum Gesamtumfang des Rückrufs keine Stellung. Das Unternehmen verwies auf die Angaben seiner Webseite.

    Kommentare

    Luxy-1

    Bei den ungerechtfertigt hohen Preisen sollten Die sich doch eine vernünftige Qualitätssicherung leisten können. Da kocht man doch lieber wieder selber, um sein Kind gesund zu wissen.

    User #4143 (nicht angemeldet)

    Aber immer gewinnorientiert denken,, und jedes Jahr den Gewinn steigern indem sie den Leuten das Geld aus dem Sack ziehen...

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