Nadia Brönimann nennt sich nur noch Chris

Elena Hatebur
Elena Hatebur

Bern,

Nach Detransition und Doppelnamen meldet sich die ehemalige Trans-Frau Nadia Brönimann erneut zu Wort. Diesmal mit einer klaren Botschaft: «Ich bin Chris.»

Lässt das Kapitel «Nadia» hinter sich: Chris Brönimann.
Nadia Brönimann - Instagram / @nbroenimann

Das Wichtigste in Kürze

  • Nadia Brönimann galt als eine der bekanntesten trans Frauen der Schweiz.
  • Nun lässt der heute 56-Jährige seine Vergangenheit als «Nadia» hinter sich.
  • Brönimann stellt klar: «Ich bin Chris. Der, der ich immer war.»

Chris (Nadia) Brönimann lässt ein Kapitel hinter sich. Der heute 56-Jährige unterzog sich mit 29 Jahren einer geschlechtsangleichenden Operation. Nun zieht er öffentlich einen Schlussstrich unter seine Vergangenheit als Nadia.

Lange schien Brönimann mit seiner weiblichen Identität zu hadern. 26 Jahre nach der Operation, im Jahr 2024, machte er erstmals öffentlich, die Geschlechtsanpassung vom Mann zur Frau zu bereuen.

Kennst du jemanden, der transgender ist?

Die Schlagzeilen folgten prompt – auch, weil er sich zeitweise mit dem Doppelnamen Nadia/Chris zeigte. Nun aber ist der Ton ein anderer.

Gegenüber dem «Blick» stellt Brönimann klar: «Ich bin Chris. Der, der ich immer war.» Er sei ein Mann und, entgegen vieler Spekulationen, nicht non-binär.

Detransition im Jahr 2024

Ein Blick zurück auf das Jahr 2024. In einem Instagram-Post, begleitet vom Hashtag «detrans», erklärte er, die Geschlechtsanpassung rückgängig machen zu wollen.

Damals war jedoch klar: Er möchte nicht nur Nadia sein, sondern auch Christian – eine Identität, die er jahrelang verdrängt hat.

«Mich nur als weiblich zu definieren, fühlt sich nicht mehr richtig an. Ich spüre, dass Christian wieder Raum braucht.» Das sagte Brönimann damals. Er trauere um das, was er seinem gesunden Körper angetan habe.

Brönimann signiert mit «Chris»

Ein Jahr später wirkt Brönimann entschlossener. In einem aktuellen Instagram-Post schreibt er: «Ich habe keine Abzweigung genommen, ich habe mein Fundament erweitert.»

Chris sei kein Ort der Rückkehr. Sondern «das Land, das ich betrete, nachdem ich beide Extreme der Existenz durchschritten habe».

Der emotionale Text ist mit «Chris» signiert. Auch in der Biografie taucht der Name Nadia nicht mehr auf. Lediglich der offizielle Nutzername verweist noch auf die frühere Identität.

Mehr zum Thema:

Weiterlesen

Trans
«Flucht»
Nadia
Nadia Brönimann
Nadia Broenimann trans bereuen
81 Interaktionen
«Verantwortungslos»

MEHR AUS STADT BERN

de
13 Interaktionen
Rücktritt
YB
2 Interaktionen
Er trainiert wieder
Kunstmuseum Bern
1 Interaktionen
Referendum steht
Flüstertüte
39 Interaktionen
In Adelboden