Stadtfescht: Bern schwitzt und feiert – Wirbel um Schilfdach

    Yannick Zimmermann
    Yannick Zimmermann

    Bern,

    Bern wird am Wochenende zur Festmeile – das Bärner Stadtfescht bringt Musik, Kultur und Begegnung in die Stadt. Auch die Hitzewelle ist ein Thema.

    Bärner Stadtfescht.
    Das Publikum hört ein Konzert der Band RIANA auf der Bühne auf dem Waisenhausplatz am Bärner Stadtfescht. - keystone

    Bis und mit Sonntag verwandelt sich die Stadt Bern in eine grosse Festmeile: Das Bärner Stadtfescht kehrt erstmals nach 2022 zurück und lädt Bevölkerung wie Gäste aus der ganzen Region zu drei Tagen voller Musik, Kultur, Kulinarik und Begegnung ein.

    Das Stadtfescht steht auch im Zeichen der Hitzewelle. Damit niemand dehydriert, sind im Zentrum zwei mobile Trinkwasserbrunnen aufgestellt worden. Die eine sogenannte «Trinkbar» befindet sich am Bundesplatz, die andere auf dem Waisenhausplatz.

    Das Thermometer dürfte am Wochenende auf bis zu 34 Grad steigen, in der Innenstadt womöglich noch höher.

    Schon am Freitagmorgen herrschte in der Stadt Bern wegen dem Stadtfescht Aufbruchstimmung. Überall liefen die letzten Aufbauarbeiten, wie BärnerBär-Bilder von kurz nach dem Mittag zeigten.

    Dabei kam es rund um eine in der Zeughausgasse für das Stadtfescht aufgestellte Bar zu einem Aufreger. Plötzlich tauchte dort die Feuerpolizei auf. Grund: das Schilfdach des Standes. Dieses müsse runter – Brandgefahr.

    «Schade für den ganzen Aufwand», liess der Standbetreiber verlauten. «Aber nach der Brandkatastrophe von Crans-Montana ist das natürlich absolut nachvollziehbar.»

    Schilfdach von Bar
    Nach der Aufforderung der Feuerpolizei: Das Schilfdach wird entfernt. - BärnerBär

    Nach dem grossen Erfolg der letzten Austragung mit über 200'000 Besucherinnen und Besuchern setzen die Organisatoren auch 2026 auf ein breit getragenes, partizipatives Festformat.

    Unter dem Motto «Üsi Stadt. Üses Fescht.» steht das Stadtfest ganz im Zeichen von Gemeinschaft, Offenheit und lokaler Vielfalt.

    Bernmobil
    Wegen dem Bärner Stadtfescht kommt es übers Wochenende zu Einschränkungen im ÖV. - Instagram/@bernerstadtfest

    Neu: Für die aktuelle Ausgabe wurde innerhalb des OK eine eigene Zuständigkeit für Awareness geschaffen.

    Gehst du an das Bärner Stadtfescht?

    «Uns ist wichtig, dass sich alle Besuchenden willkommen und sicher fühlen», erklärte OK-Präsident Yves Schott kürzlich im BärnerBär-Interview. «Das Awareness-Konzept beinhaltet Prävention, Sensibilisierung, klare Abläufe im Ereignisfall sowie die Zusammenarbeit mit Sicherheitsdiensten, Sanität, Behörden und weiteren Partnerorganisationen.»

    Ziel sei ein professioneller Umgang mit Situationen, in denen sich Menschen unwohl, bedrängt oder diskriminiert fühlen.

    Musikalische Vielfalt

    Am Bärner Stadtfescht steht natürlich auch die Musik im Zentrum. Auf mehreren Bühnen zwischen Bundesplatz, Münsterplattform und Waisenhausplatz treten nationale Grössen, Berner Kultbands und spannende Newcomer auf.

    Darunter: Traktorkestar feat. Stephan Eicher (Bundesplatz / Freitag, 18 Uhr), Troubas Kater (Bundesplatz / Freitag, 20.15 Uhr), Nickless (Bundesplatz / Samstag, 21 Uhr) oder Veronica Fusaro (Bundesplatz / Sonntag, 16.30 Uhr).

    Neben diesen Highlights bietet das Bärner Stadtfescht über 50 Live-Acts auf mehreren Bühnen – von Hip-Hop über Brass und Indie bis Folk, Soul und Mundartrock.

    Am Freitag- und Samstagabend finden zudem Drohnenshows statt.

    Troubas Kater
    Nur wenige Bands verkörpern den urbanen Berner Sound so stark wie Troubas Kater. - zVg

    Die Teilnahme an der grössten Sommerparty ist für alle Besucherinnen und Besucher kostenlos. Es besteht die Möglichkeit, durch den Kauf eines BÄRNfän-Festbändels seine Solidarität mit dem Stadtfest zu signalisieren.

    Der Bändel ist an ausgewählten Vorverkaufsstellen sowie am Festwochenende für 15 Franken erhältlich.

    Kommentare

    User #4627 (nicht angemeldet)

    Nemo auch dabei oder ist es nur der andere Topstar aus Thun dabei, der denn ESC-Titel nur knapp verpasst ?

    User #5040 (nicht angemeldet)

    Wie kommt man bloss auf so eine Idee? Sieht ja ein Blinder im Tunnel, dass das feuergefährlich ist.

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