Moderhinke wird in die Tierseuchenverordnung aufgenommen

    Ronny Reisch
    Ronny Reisch

    Bern,

    Der Bundesrat will die Klauenkrankheit Moderhinke bekämpfen. Derzeit ist jedes sechste Schaf von der bakteriellen Krankheit betroffen.

    Moderhinke
    Moderhinke ist eine Krankheit bei Schafen, bei der Bakterien die Klauen entzünden. (Archivbild) - keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Die Klauenkrankheit Moderhinke betrifft jedes sechste Schaf in der Schweiz.
    • Mit einem landesweiten Programm soll die Krankheit bis 2024 eingedämmt werden.

    Der Bundesrat will koordiniert gegen die schmerzhafte Klauenkrankheit Moderhinke bei Schafen vorgehen. Er hat die Krankheit deshalb als eine «zu bekämpfende Seuche» in die Tierseuchenverordnung aufgenommen, wie die SDA schreibt.

    Jedes sechste Schaf sei von der bakteriellen Krankheit betroffen. Die betroffenen Tiere können wegen Entzündungen der Klauen oft kaum mehr gehen. Ausserdem können die Meisten davon nur noch auf den Knien fressen, teilte das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV) mit.

    Mit einem schweizweiten Programm soll ab Oktober 2024 soll die Moderhinke auf weniger als ein Prozent der Schafhaltungen begrenzt werden. Ausserdem müssen gemäss der TSV-Revision Geflügelhaltungen ihre Tiere vermehrt selber auf Salmonella-Infektionen untersuchen.

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