Migros verkauft Tegut – mit grossem Verlust
Die Migros zieht sich aus Deutschland zurück und verkauft die Bio-Kette Tegut an Edeka.

Das Wichtigste in Kürze
- Die Migros Zürich verkauft die Bio-Kette Tegut an Edeka.
- Dies mit einem Verlust von rund 600 Millionen Euro.
- Damit ist das Deutschland-Geschäft Geschichte.
Die Genossenschaft Migros Zürich (GMZ) zieht sich aus dem deutschen Markt zurück. Sie will dabei einen wesentlichen Teil der deutschen Supermarktkette Tegut an den Händler Edeka verkaufen, wie die GMZ am Mittwoch mitteilte.
Der Vertrag mit Edeka umfasse einen grossen Teil des Netzes der rund 300 Filialen sowie das Logistikzentrum in Michelsrombach, die Herzberger-Bäckerei und den Betreiber der Teo-Standorte, wie es hiess.
Parallel dazu führe Migros Zürich Gespräche mit weiteren Marktteilnehmern über die Zukunft übriger Standorte. Ziel sei es, möglichst viele Arbeitsplätze zu sichern und Filialen weiterzuführen.
Sinkende Umsätze
Der Rückzug erfolge nach einer strategischen Überprüfung im Zuge der Sanierung von Tegut, wie es hiess. Zwar hätten Kostensenkungen die operativen Verluste zuletzt deutlich reduziert, das Marktumfeld in Deutschland habe sich jedoch weiter verschärft und zu sinkenden Umsätzen geführt.
Über den Kaufpreis vereinbarten die Parteien Stillschweigen. Diverse Medien in der Schweiz berichten aber übereinstimmend, dass das Geschäft seit der Übernahme für die Migros rund 600 Millionen Euro Verlust eingebracht hat.
Ultimatum gesetzt
Tegut war schon länger ein Sorgenkind der Migros.
Die Genossenschaft Migros Zürich hatte ihrer deutschen Tochter Tegut eine klare Frist gesetzt.
Bis Ende 2026 hätte die Supermarktkette schwarze Zahlen schreiben müssen, um bei der Migros noch eine Zukunft zu haben.
Rund 500 Mitarbeiter sind betroffen.










