Migros schult Mitarbeiter: kleinere Portionen schöpfen!
In Migros-Restaurants landete teilweise mehr auf dem Teller als vorgesehen. Nun soll sich das Personal genauer an die vorgegebenen Portionen halten.

Das Wichtigste in Kürze
- In Migros-Restaurants wurde teilweise grosszügiger geschöpft als vorgesehen.
- Das Personal soll sich nun konsequenter an die Portionsvorgaben halten.
- Hintergrund sind unter anderem viele Essensreste auf den Tellern.
- Die offiziellen Portionsgrössen würden aber nicht verkleinert.
Noch eine Kelle Nudeln, ein paar Pommes mehr oder etwas zusätzliches Gemüse: In den Migros-Restaurants wurde beim Schöpfen teilweise grosszügiger aufgetischt als eigentlich vorgesehen.
Damit soll nun Schluss sein.
Das Personal soll sich genauer an die festgelegten Portionsgrössen halten.
Eine Analyse habe gezeigt, dass die vorgegebenen Schöpfmengen in einzelnen Fällen nicht konsequent eingehalten worden seien und teilweise grosszügiger geschöpft wurde als vorgesehen, bestätigt die Migros gegenüber Nau.ch.
Die Mitarbeitenden seien deshalb sensibilisiert und nachgeschult worden, damit die in den Rezepturen definierten Portionsgrössen konsequent eingehalten würden.
Portionen bleiben gleich
Weniger grosszügig heisst allerdings nicht, dass die offiziellen Portionen schrumpfen. Die definierten Portionsgrössen seien nicht reduziert worden. Auch an den Preisen ändere sich nichts.
Wer mehr Hunger hat, darf zudem weiterhin nachfragen. Gäste könnten jederzeit eine grössere Portion verlangen. Hintergrund der strengeren Schöpfdisziplin ist laut dem orangen Riesen Food Waste.

Die Migros hatte im Sommer 2025 während vier Wochen untersucht, wie viel Essen in 118 ihrer Restaurants im Abfall landet. Das Resultat: Rund ein Fünftel der Lebensmittelabfälle bestand aus Resten von den Tellern der Gäste.
«Darauf wurde rasch reagiert: Für die Ausgabe wurden klare Schöpfmengen definiert, um den Bedarf besser zu treffen», schreibt die Detailhändlerin im «Migros-Magazin».
Zu viel Essen landet im Abfall
Die liegen gelassenen Pommes und Nudeln sind allerdings nicht das grösste Problem. Noch mehr Food Waste entsteht laut Migros durch Überproduktion.
Gerade am Buffet ist das ein Balanceakt. Die Auslage soll bis zum Schluss gut gefüllt aussehen, gleichzeitig soll möglichst wenig Essen übrig bleiben.
Die Detailhändlerin versucht deshalb, überschüssige Speisen weiterzuverwenden. Kartoffeln vom Tagesmenü können beispielsweise am nächsten Tag im Kartoffelsalat landen. Andere Gerichte werden vergünstigt über bei «Too Good To Go» angeboten.
Und weniger Food Waste schont nicht nur Lebensmittel, sondern auch die Migros-Kasse.
Dass dabei Kosten gespart werden, bezeichnet Ochsenbein als «positiven Nebeneffekt». Im Vordergrund stehe die Nachhaltigkeit.












