Medtech-Branche fordert nach neuen US-Zöllen Entlastungen im Inland
Angesichts der neuen US-Zölle hat die Schweizer Medtech-Branche Entlastungen im Inland gefordert. Mit einer durchschnittlichen Zollbelastung von 16 Prozent sieht sie sich deutlich benachteiligt gegenüber ihren Mitbewerbern aus der Europäischen Union.

«Wenn die Belastungen von aussen steigen, darf der Standort Schweiz nicht zusätzlich geschwächt werden», liess sich Adrian Hunn, Direktor von Swiss Medtech, am Freitag in einer Mitteilung zitieren. Es brauche gezielten Bürokratieabbau und keine neuen Kosten wie etwa die geplanten Aufsichtsabgaben auf Medizinprodukte.
Der Verband unterstütze die Bemühungen des Bundesrats um eine rechtsverbindliche Lösung mit den USA. Eine weitere Massnahme wäre die rasche Anerkennung von in den USA zugelassenen Medtech-Produkten in der Schweiz, hiess es im Communiqué.
Das Weisse Haus hatte in der Nacht auf Freitag neue Zölle in Höhe von bis zu 12,5 Prozent angekündigt. Dieser Satz gilt auch für Schweizer Medizinprodukte. Dazu kommt der bestehende Meistbegünstigungszoll von durchschnittlich 3,5 Prozent, so Swiss Medtech. Die EU wiederum soll einen Zusatzzoll von zehn Prozent erhalten.






