Die Schweiz hat fast alle Massnahmen im Kampf gegen das Coronavirus aufgehoben. Die Aussichten für den Tourismus hellen sich hierzulande demnach auf.
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Reisende am Flughafen Zürich im Juli 2021. (Archivbild) - sda - KEYSTONE/WALTER BIERI

Das Wichtigste in Kürze

  • Der Schweizer Tourismus hofft auf die Rückkehr ausländischer Gäste.
  • Noch kommen diese nicht so zahlreich wie vor der Corona-Pandemie.
  • Das Ende fast aller Corona-Massnahmen lässt die Branche jedoch hoffen.

Die Aussichten für den Schweizer Tourismus hellen sich auf. Die Aufhebung fast aller Corona-Massnahmen lässt Branchenvertreter hoffen – vor allem auf die Rückkehr ausländischer Gäste. Noch kommen diese aber längst nicht so zahlreich wie vor der Pandemie.

«Dass die Schweiz als eines der ersten europäischen Länder die Massnahmen aufgibt, lässt auf eine Zunahme ausländischer Gäste von nah und fern hoffen», sagte etwa eine Sprecherin von Wallis Promotion gegenüber der Nachrichtenagentur AWP. Die Wintersaison sei aber bisher schon gut gelaufen.

Winterumsätze bisher fast verdoppelt

Neben den Schweizer Gästen seien vermehrt wieder Touristen aus den Nachbarländern Frankreich und Deutschland sowie den Benelux-Staaten und Grossbritannien ins Wallis gekommen. Die Winterumsätze im Wallis hätten sich gegenüber dem Vorjahr bisher somit fast verdoppelt.

Grosse Hoffnungen weckt das Massnahmen-Ende in der Schweizer Hotellerie. «Die wiedererlangte Reisefreiheit ist für die gesamte Branche wichtig», sagte ein Sprecher von Hotelleriesuisse. Es sei davon auszugehen, dass die Nachfrage nun steige. Quantifizieren könne man den Effekt aber noch nicht.

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Bis sich der Schweizer Tourismus vollständig von der Covid-19-Pandemie erholt hat, wird es wohl noch dauern. (Archivbild) - sda - KEYSTONE/URS FLUEELER

Mit einer Rückkehr auf Vorkrisenniveau rechnet der Hotelverband aber für 2022 noch nicht. Denn gerade in den weit entfernten Märkten – allen voran China – dürfte eine vollständige Erholung weiter auf sich warten lassen.

Aufhebung der Massnahmen wird positiv gesehen

Hoffnungsfroh zeigt sich auch die Parahotellerie. Für die Reka-Feriendörfer sei die Abschaffung des Zertifikats eine «enorme Erleichterung», erklärte etwa der Leiter von Reka-Ferien. Die Rahmenbedingungen hätten sich damit «deutlich verbessert», was sich positiv auf die Nachfrage auswirken dürfte.

Auch die Jungendherbergen sehen die Aufhebung der Massnahmen positiv. Die Buchungen für die kommenden Monate lägen derzeit nur noch knapp hinter dem Jahr 2019, teilte ein Sprecher mit.

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