Diese Woche fliegt der Meteorschauer der Lyriden durch den Himmel. Grund: Die Erded kreuzt die Flugbahn des Kometen Thatcher.
Lyriden
Der Meteoritenschauer der Lyriden zieht vorbei. (Archivbild) - Keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Erde kreuzt diese Woche die Flugbahn des Kometen Thatcher.
  • Aus diesem Grund fliegen viel mehr Meteore durch den Himmel als üblich.
  • Meteore und Sternschnuppen sind kleine Partikel von Kometen.

Bis zum Wochenende fliegen ein paar Meteore mehr durch den Himmel als normal. Grund dafür ist eine Kreuzung der Erde mit der Flugbahn des Kometen Thatcher. Seine Überreste werden auf der Erde für dutzende Sternschnuppen verantwortlich sein.

Lyriden sind kleine Partikel von Kometen

Sternschnuppen sind Meteore – das sind oft kleine Partikel von Kometen. Kometen wiederum sind eisige Dreckbälle oder schmutzige Schneebälle. In der Nähe der Sonne verdampft das Eis und es kommt zur Bildung eines Schwanzes. Auch verlorene Steinchen und Staub verteilen sich in seiner Bahn.

Sternenhimmel
Im kommenden Januar gibt es so einiges am Himmel zu sehen. - dpa-infocom GmbH

Fachleute sprechen nicht von Sternschnuppen, sondern von Lyriden. Dies, weil es scheint, dass die Sternschnuppen aus dem Sternbild Leier, auf latinisch Lyra, kommen. Der Amateurastronom Alber Thatcher hat 1861 den Ursprungskometen zuletzt am Himmel gesehen, berichtet «Deutschlandfunk».

Kein Teleskop könnte den Kometen aufspüren

Der Komet ist rund 16 Milliarden Kilometer von der Erde entfernt. Das ist dreimal weiter als die Distanz zum Pluto. Er befindet sich im Sternbild Andromeda und ist so weit entfernt, dass ihn kein Teleskop der Welt aufspüren kann. Er wird erst ums Jahr 2270 wieder am Himmel auftauchen.

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