Bauarbeiterinnen und Bauarbeiter in der Schweiz erhalten ab dem kommenden Jahr monatlich 150 Franken mehr Lohn.
In den vergangenen Wochen demonstrierten Tausende von Bauarbeitern in verschiedenen Schweizer Städten. (Archivbild)
In den vergangenen Wochen demonstrierten Tausende von Bauarbeitern in verschiedenen Schweizer Städten. (Archivbild) - sda - KEYSTONE/MICHAEL BUHOLZER
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Das Wichtigste in Kürze

  • Die Schweizer Bauarbeiter und Baumeister haben sich im Gewerkschafts-Konflikt geeinigt.
  • Auf dem Bau gibt es ab Januar monatlich 150 Franken mehr Lohn.
  • Zudem werden die Mindestlöhne um 100 Franken angehoben.

Die Baumeister und die Gewerkschaften haben im schwelenden Arbeitskonflikt endlich eine Lösung gefunden. Die Verhandlungsdelegationen konnten sich in der neunten Verhandlungsrunde auf die Anpassungen im Mantelvertrag einigen, wie der Baumeisterverband und Gewerkschaften am Dienstag in einer gemeinsamen Mitteilung bekannt gaben.

150 Franken mehr «Effektivlohn» und eine Anhebung der Mindestlöhne um 100 Franken pro Monat sind die zentralen Punkte. Dieses Ergebnis sei geprägt von intensiven Verhandlungen, bei denen beide Parteien aufeinander zugehen mussten, steht in der Mitteilung.

Entscheid muss noch durch Gremien

Der Entscheid muss noch auf beiden Seiten von den Entscheidungsgremien genehmigt werden. Die Gewerkschaften wollen gemäss Mitteilung am 10. Dezember darüber befinden, die Baumeister am 13. Januar 2023. Der aktuelle Landesmantelvertrag läuft am 31. Dezember aus.

Seit Wochen suchten Baumeisterverband und Gewerkschaften eine Einigung für einen neuen Landesmantelvertrag. Die Fronten verhärteten sich jedoch zunehmend. Seit Mitte Oktober legten Tausende von Bauarbeitern in der ganzen Schweiz an vereinzelten Streiktagen ihre Arbeit nieder, um für Verbesserungen im Mantelvertrag zu protestieren.

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